Auf Sulzbach kommt jede Menge Arbeit zu
Kreisliga Mosbach: Die schwächste Defensive der Liga hat mit dem FV Elztal den besten Angriff der Liga zu Gast – Schefflenzer Teams wollen zurück auf die Siegerstraße
RNZ, 09.10.2026 Mosbach. (kö) „Kurzarbeit in der Torfabrik“, so hieß es zuletzt bei den Kreisligisten. In sieben Partien gab es nur 19 Tore zu bestaunen, und auf drei Plätzen war kein einziger Treffer zu bejubeln. Da hatten die Herren Stürmer den Tag der Einheit wohl zu sehr genossen? Mal sehen ob jetzt wieder Offensiv-Herbstlaune angesagt ist. Erwähnenswert auch, dass die ersten sechs der Tabelle allesamt Unentschieden gespielt haben. Große Veränderungen gab es dem entsprechend nicht. Die Topplätze bleiben „Schefflenz-Sache“, die Verfolger kommen aus Elztal und Neunkirchen. Am Wochenende gibt es für die sieben Partien – der FC Limbach ist spielfrei – fünf verschiedene Anstoßzeiten. Da gilt es sich genauestens zu informieren!
Los geht’s am Samstag um halb vier in Schefflenz, wo der Tabellenzweite SVS das Team von Türkspor Mosbach II erwartet. Klar, dass da ein Heimsieg her soll, zumal die SVS aus Sattelbach mit nur einem Pünktchen heim fuhr. Heim fuhren die SVS-Kicker übrigens nicht, denn sie ließen es sich nicht nehmen, nach der frühen Anstoßzeit noch bei der Hochzeit ihres Mitspielers Marcel Amler Spalier zu stehen. Da war Flexibilität gefordert. Jetzt geht es in der Vorbereitung der Partie sicher wieder unaufgeregter zu, was sich dann auch auf dem Platz zeigen soll. Wichtig ist, dass man seine spielerische Klasse in Tore ummünzt. Könnte schwer werden, denn die junge TSM-Elf wird analog dem SV Sattelbach auch sehr tief stehend agieren.
Die kleinen Sorgen der SVS würde man ein paar Kilometer weiter in Sulzbach gerne nehmen. Dort brennt aktuell nämlich der Baum. Die Personallage ist kritisch und die Ergebnisse noch kritischer. Auch in Limbach war bis zur Halbzeit schon alles klar. 0:4 heiß es da, obwohl man sich so viel vorgenommen hatte. Da passt es, dass Coach Chybiak, der aushalf, schon nach acht Minuten wieder raus musste. Und jetzt kommt zum defensivschwächsten Team ausgerechnet der FV Elztal, der aktuell am meisten Tore erzielt hat. Da sollte ja alles klar sein. Doch „aufgepasst“. hört man aus Elztal. Dort trauert man dem Unentschieden gegen Neunkirchen nach. Man agierte zu fahrig im Spielaufbau , hatte leichte Ballverluste und war bei gegnerischen Standards nicht konzentriert genug. Da heißt es also nochmal nacharbeiten, damit man am Samstag in Sulzbach den Pflichtdreier einfährt.
Auch schon am Samstag um 16 Uhr empfängt der VfR Fahrenbach den FC Lohrbach zum Nachbarschaftsduell. „Ausgang absolut offen“, heißt es da, wenngleich der Heimvorteil evtl. für den VfR spricht. Dem bescheinigte der Berichterstatter von Türkspor eine engagierte Leistung, die am Ende mit einem Punkt belohnt wurde, weil Elias Ebel wieder mal traf. Die Personalsituation beim VfR könnte besser sein. Auf der Bank saßen mit dem angeschlagenen Christian Haag und Routinier Joshua Weber nur zwei Akteure, und auch im Tor musste Daniel Minich, der Keeper der Zweiten ran. Da hat’s Lohrbach deutlich besser, zumal die Fortuna sich letzte Woche ausruhen durfte.
Drei Standards, drei Tore hieß es letzte Woche beim SV Neunkirchen. Final sorgte der quirlige Angreifer Marvin Fitze mit einem Freistoß von der Strafraumkante für das 3:3 gegen Elztal. Neunkirchen bleibt also vorne dran und geht deshalb mit der klaren Drei-Punkte-Vorgabe ins Heimspiel am Samstag um 17 Uhr gegen den SC Weisbach. Die Weisbacher ließen in der Vorwoche allerdings mit einem torlosen Remis gegen Oberschefflenz aufhorchen. „Wenigstens was“, sagten die Fans, die sich vor allem über die Einsatzbereitschaft und die Defensivleistung freuten. Herausragend dabei waren Abwehrchef Ralf Schmitt und Torwart Alexander Gebhard. Auf die beiden wird es auch in Neunkirchen, wo das Ziel mindestens einen Punkt, heißt, ankommen.
Am Sonntag zur gewohnten Zeit empfängt die SG Auerbach den FV Mosbach II. „Schon wieder ein Team aus Mosbach“, wird man in Auerbach sagen, denn letzte Woche gegen den FC Mosbach lief es eher suboptimal. Die SGA, die den Kontakt nach ganz oben schon etwas verlor, rannte zwar an, doch es kam wegen Pech, einem gute Gästekeeper und manchmal auch Unvermögen nichts raus. Gegen den FV Mosbach II muss jetzt ein Sieg her. Der MFV aber kommt mit neuem Mut, denn gegen Haßmersheim gelang der erste Saisonsieg. Torschützen waren Benjamin Gojani und Dominik Schneider. Schneider wird der SGA aber nicht weh tun können. Der fing sich nämlich als Einwechselspieler bei der Ersten innerhalb von fünf Minuten in der Schlussphase eine gelb-rote Karte ein. Ärgerlich für ihn und seine Kameraden.
Schwer tut sich in der neuen Umgebung der Aufsteiger aus Haßmersheim. Vor allem defensiv gibt es zu viele Lücken bei den Sportfreunden, die es diesmal mit dem SV Sattelbach zu tun bekommen. Für beide gilt dabei so was wie Siegpflicht, denn noch sind beide Bilanzen steigerungsfähig. Sattelbach könnte per Auswärtserfolg das Heimremis gegen die SV Schefflenz, das ein überragender Keeper Kevin Opitz sicherte, aufwerten.
Bleibt das Spiel, das erst um 15.15 Uhr angepfiffen wird. Der FC Mosbach erwartet den SC Oberschefflenz zum Duell Drittletzter gegen Zweiter. Nach der Favoritenrolle braucht man da nicht fragen, und auch die Spielrichtung scheint klar. Der SCO mit seinem Top-Angriff wird anrennen, und der FCM wird kompakt stehen und versuchen, das Kombinationsspiel der Scialpi-Elf zu unterbinden. Genau wie letzte Woche in Auerbach, als man der SGA ein wahres Abwehr-Bollwerk entgegen stellte.