Foto: MFV - Sude Mayer

MFV I: Duell der Ungeschlagenen beim FC Grünsfeld

Unterschiedliche Voraussetzungen im Duell der Ungeschlagenen

Landesliga Odenwald: Der FV Mosbach ist beim FC Grünsfeld favorisiert – TSV Mudau will seinen Spitzenplatz verteidigen

RNZ, 09.10.2026 Neckar-Odenwald-Kreis. (huwa) Zwischen dem Tabellenführer FV Mosbach und dem Tabellenletzten aus Assamstadt liegen 20 Punkte. Ein Indiz für einen krassen Potenzialunterschied innerhalb der Liga? Am Sonntag treffen zwar keine unmittelbare Tabellenkonkurrenten aufeinander, natürlich kann es dennoch zu Positionsänderungen kommen.

Nach dem achten Spieltag der letzten Saison hatte der TSV Billigheim nur fünf Zähler auf dem Konto, derzeit sind es bereits 14. Das sorgt selbstverständlich für gute Stimmung. „Natürlich sind wir mit der Punktausbeute absolut zufrieden. Ich glaube, Verbesserungspotenzial hat man immer, aber grundsätzlich können wir sehr, sehr zufrieden sein“, konstatiert TSV-Coach Marvin Flad. Am Sonntag empfangen die Billigheimer den FSV Tauberhöhe. Also ein sogenannter leichter Gegner? „Ich bleibe dabei, wenn wir nicht an die hundert Prozent gehen, wird man es in der Landesliga immer schwer haben, drei Punkte zu holen. Wichtig ist, dass wir gegen die Mannschaften im direkten Kampf um den Klassenerhalt dieses Jahr mehr Punkte holen als letztes Jahr“, betont Flad. Dazu zählt der FSV. Aufgrund von längeren Verletzungen und Sperren kann der Billigheimer Coach personell allerdings nicht aus dem Vollen schöpfen.

Der September endete für den SV Osterburken mit einer knappen und unglücklichen Niederlage gegen Tauberbischofsheim, der Oktober begann mit einer Niederlage in Königshofen. „Trotz der Tatsache, dass wir immer wieder unter Beweis stellen, dass wir mithalten können, fehlte uns in den letzten Spielen leider ein wenig das Spielglück, um unser Punktekonto aufbessern zu können. In Königshofen war es absolut ausgeglichen und das Spiel wogte hin und her mit dem bitteren Lucky Punch aus unserer Sicht auf der falschen Seite“, sagt SV-Trainer Dominik Reichert – und ergänzt: „In Summe wurden wir leider erneut für den betriebenen Aufwand nicht belohnt. Nichtsdestotrotz befinden wir uns mit den gezeigten Leistungen auf dem richtigen Weg und müssen es jetzt noch schaffen, dass wir uns mittels einer besseren Chancenverwertung belohnen.“ Das möchte der SVO gegen den FSV Waldbrunn umsetzen.

Dreimal in Folge hatten die Waldbrunner das Nachsehen, danach transportierte Trainer Dominik Webers Truppe aus Neckarelz einen Punkt in den Hohen Odenwald und brachte zu Hause gegen Sennfeld durch Treffer von Hendrick Brauch (2), Jannis Veith sowie Delagha Mohammadi eine 4:1-Erfolg unter Dach und Fach. Ist die Neckarelz-Partie als Initialzündung zu interpretieren? „Wenn man das so sagen will, dann ist in Neckarelz der Knoten geplatzt. Man darf aber nicht vergessen, dass Neckarelz das vierte Spiel in Folge war gegen Gegner, die aktuell unter den ersten sechs in der Tabelle stehen“, sagt Vereinschef Markus Guckenhan und betont: „Natürlich fahren wir jetzt mit viel Optimismus nach Osterburken und wollen da auf jeden Fall etwas Zählbares mitnehmen.“

Gut für den SV Neckargerach, dass er vom Start weg fleißig Punkte sammelte, was danach in Billigheim, gegen Neckarelz und beim FV Mosbach nicht gelang. „Wir wissen, wo wir herkommen und was wir vorhaben. Die Stimmung ist auch deshalb gut. Dies gilt es beizubehalten und möglichst fleißig weiter Punkte zu sammeln“, erklärt der Neckargeracher Coach Simon Blankenburg, dessen Elf mit einem Kontrastprogramm konfrontiert ist. Letzten Sonntag das Match gegen den Tabellenführer Mosbach, übermorgen das Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus Assamstadt. Der Mitaufsteiger der „Gericher“ wartet noch immer auf den ersten Punktgewinn, was die Blankenburg-Mannschaft jedoch nicht dazu verleiten wird, das Treffen auf die leichte Schulter zu nehmen.

Dass die SpVgg Neckarelz personell auf Rosen gebettet ist, kann man wahrlich nicht behaupten. In Grünsfeld saßen gerade mal drei Akteure auf der Wechselbank, darunter Rolf Lang, der das Team coachte. Pech für die Neckartäler, dass im Grünbachtal die nach einer Stunde von Jesco Deigner erzielte 1:0-Führung in der Nachspielzeit vom FCG noch ausgeglichen wurde. Damit nach dem zweiten Remis in Folge der vierte Tabellenplatz nicht in Gefahr gerät beziehungsweise die Option nach oben erhalten bleibt, sollte mal wieder ein Dreierpack geschnürt werden. Selbigen hätte auch der im Elzstadion zu seinem vierten Auswärtsspiel in Serie antretende VfB Sennfeld nötig. Haben die Niederlagen in den letzten beiden Partien die Sennfelder verunsichert? „Verunsicherung würde ich nicht sagen. Es ist eher die eigene Erwartung, die hemmt“, findet VfB-Trainer Thomas Geiger. „Wir hatten ein super Spiel in Tauberbischofsheim gespielt und wollten definitiv nachlegen. Das beide Spiele in Königshofen und Waldbrunn dann doch nicht den Erwartungen gerecht wurden, war einfach mega ärgerlich“, so der Coach. Im Trainerteam wurden die Schlüsse daraus gezogen und die Werte neu definiert „was uns definitiv positiv stimmt.“ Der VfB-Kader ist nun fast wieder komplett. „Wir werden auf jeden Fall wieder eine top Truppe auf den Rasen schicken“, sagt Thomas Geiger.

Im September war das Substantiv Niederlage für den VfK Diedesheim ein Fremdwort, denn die Neckartäler haben gegen den TSV Assamstadt sowie den FSV Tauberhöhe gewonnen und gegen die Spitzenteams FV Mosbach sowie FC Grünsfeld jeweils ein Unentschieden erreicht, insgesamt also acht Punkte kassiert. In Mudau konnte Trainer Peter Hogens Truppe eine Niederlage jedoch nicht vermeiden, sodass sie Tabellenplatz zehn einbüßte. In der Heimbegegnung (Spielbeginn 15.30 Uhr) bekommt es der VfK erneut mit einer Spitzenmannschaft zu tun, denn der TSV Tauberbischofsheim kreuzt im Neckartal auf. Nicht gerade der Lieblingsgegner der Hogen-Elf, denn in der vorherigen Saison verlor sie gegen den TSV zweimal.

Zwei Teams sind noch ungeschlagen, nämlich der FV Mosbach und der Tabellenfünfte FC Grünsfeld, bei dem die Kreisstädter gastieren. Dass es beim MFV „flutscht“, ergibt sich aus dessen Spitzenreiterposition sowie den 23 erzielten Goals. Ende September sprach Trainer Christoph Bender von einer schönen Momentaufnahme. Dass Benders junge Elf die Momentaufnahme verlängern möchte, versteht sich von selbst, was jedoch mit dem Ansinnen der Grünsfelder sicherlich nicht korrespondiert. Nach drei Unentschieden in Serie liebäugeln die Fußballer aus dem Grünbachtal wahrscheinlich mit einem Dreier.

Durchaus imposant ist, was Harald Grimm, der Pressemann des TSV Mudau, am vergangenen Sonntag erwähnte. Die Mudauer konnten nicht nur sechs Siege in Folge feiern, obendrein haben sie in diesen sechs Matches kein Gegentor zugelassen. Nach dem zweiten Spieltag nahm die Entwicklung einen steilen Aufwärtsverlauf bis hin zum zweiten Tabellenplatz. Schon vor einiger Zeit erklärte TSV-Spielertrainer Dennis Hutter: „Unser Ziel sind die ersten beiden Tabellenplätze.“ Gesagt, getan. Nun sitzen die „Mudemer“ Tabellenführer Mosbach dicht im Nacken. Die Gesamtkonstellation lässt keine andere Feststellung zu: der TSV Mudau geht als Favorit in die Partie in Lauda.

Nicht leicht hatte es SV Königshofen beim 2:1-Erfolg gegen Osterburken. „Ein schwer erkämpfter Sieg gegen einen keinesfalls enttäuschenden Gegner“, berichtet Martin Michelbach, der Sportliche Leiter der Messestädter, der davon ausgeht: „Auch der SV Nassig wird uns alles abverlangen. Um dort zu punkten, benötigen wir erneut eine disziplinierte Leistung.“

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