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Landesliga Odenwald: Der FC Grünsfeld und der FV Mosbach wollen ihre Serie ohne Niederlage weiter fortsetzen – Neckarelz empfängt Waldbrunn
RNZ, 25.09.2026 Neckar-Odenwald-Kreis. (huwa) Auch nach sechs Spieltagen sind der FV Mosbach sowie der FC Grünsfeld noch ohne Niederlage, und dem FV Lauda sowie dem FSV Tauberhöhe ist noch kein Dreier gelungen. Ganz leer ging der TSV Assamstadt aus, der noch keinen Punkt verbuchen konnte. Übermorgen empfängt Lauda den TSV Assamstadt zum Kellerderby.
Die Messespiele des SV Königshofen locken alljährlich Publikum zuhauf auf den Sportplatz, am vergangenen Sonntag sahen 340 Interessierte das Match gegen den FSV Waldbrunn. „Das war ein schwer erkämpfter 2:0-Sieg gegen eine unangenehm spielende Waldbrunner Mannschaft“, blickt Königshofens Sportchef Martin Michelbach zurück. „Zum Messeabschluss müssen wir gegen Sennfeld nochmals alles in die Waagschale werfen. Es wartet auf jeden Fall viel Arbeit, denn schon im Pokalspiel am 18. Juli hatten wir alle Hände voll zu tun, um gegen Sennfeld den Sieg einzufahren“, so Michelbach. Beim TSV Tauberbischofsheim ließ Sennfeld nach einem 0:2-Rückstand und ab der 84. Minute in Unterzahl nicht locker, Doppelpacker Luca Hoffmann gelang in der Nachspielzeit der Ausgleichstreffer zum 2:2. Passend dazu VfB-Trainer Thomas Geigers Zitat vor der Partie in Tauberbischofsheim: „So wie wir gegen Mudau aufgetreten sind, ist in Tauberbischofsheim etwas Zählbares möglich.“
Fünf Dreier und eine Niederlage, so lautet die Bilanz der SpVgg Neckarelz. Dass die Neckartäler in Billigheim leer ausgegangen waren, fällt anscheinend unter die Rubrik Ausrutscher, denn nachfolgend hielten sie sich am SV Neckargerach mit 3:0 schadlos. Übermorgen empfängt Trainer Sebastian Sölls Formation als Tabellenführer den FSV Waldbrunn, dessen Trainer Dominik Weber aus seinem Herzen keine Mördergrube macht: „Unsere aktuell schlechten Ergebnisse sind natürlich enttäuschend, alles andere wäre ja auch gelogen.“ Weber weiter: „In vielen Phasen der zurückliegenden Spiele war die Spielleistung solide, allerdings fehlt uns in den entscheidenden Momenten sowohl in der Offensive als auch in der Defensive die letzte Konsequenz, um Tore zu schießen beziehungsweise Gegentore zu vermeiden.“
An der Verbesserung der Situation arbeiten die Waldbrunner im Training. „Sicherlich ist ein Teil der Wahrheit, dass unsere aktuellen Ergebnisse auch auf die Personalsituation zurückzuführen sind, allerdings müssen wir uns auch inhaltlich verbessern. Dazu zählen vor allen Dingen das Bewusstsein, torgefährliche Bereiche kompromissloser zu verteidigen und mehr Gier zu entwickeln, im letzten Drittel Tore erzielen zu wollen“, erläutert der FSV-Coach, der das Auf und Ab in der Sportart kennt. „Das Schöne am Fußball ist, dass man auch als Underdog dem Favoriten das Leben schwer machen und gewinnen kann“, findet Dominik Weber.
Der TSV Billigheim hatte beim Tabellenführer in Grünsfeld nichts zu verlieren und fuhr folglich als Außenseiter ins Grünbachtal. Vor dem Treffen wäre TSV-Coach Marvin Flad mit einem Unentschieden sicherlich einverstanden gewesen, doch fast wäre aus dem 1:1-Remis der vierte Billigheimer Dreier geworden. Erst in der Nachspielzeit glich der FCG das von Simone Palacino markierte Goal aus. Als Tabellensechster mit elf Punkten kann sich der heimstarke TSV, der zu Hause noch keinen Zähler abgeben musste, ohne Erfolgsdruck den FV Mosbach erwarten. Die Erinnerungen der ungeschlagenen Kreisstädter, die seit dem dritten Spieltag den zweiten Tabellenrang belegen, an ihren letzten Besuch in Billigheim sind nicht angenehm, denn im Oktober 2025 unterlagen sie Billigheim mit 1:3.
Anfangs der Runde konnte der SV Osterburken personell nicht aus dem Vollen schöpfen, andernfalls wäre der eine oder andere Punkt mehr möglich gewesen. „Allerdings ist es auch in guter Besetzung schwer, gegen Grünsfeld, Mosbach und Mudau zu punkten, doch insgesamt liegen wir im Soll“, findet SV-Trainer Dominik Reichert, dessen Crew inzwischen fast komplett an Bord ist. Zwei oder drei Verletzte muss jedoch jeder immer mal wieder verschmerzen. „Wir haben einen breiten Kader, doch in der Achse fehlen noch Spieler“, berichtet der Übungsleiter, dem es wichtig ist, besonders gegen unmittelbare Konkurrenten zu gewinnen, was jedoch nicht bedeutet, die Römerstädter hätten die sonntägliche Heimpartie (Spielbeginn 15.30 Uhr) gegen den TSV Tauberbischofsheim abgehakt. „Natürlich werden wir alles versuchen, um etwas möglich zu machen“, betont Dominik Reichert.
Nah dran war der VfK Diedesheim schon öfter, nun hat es geklappt. Die Neckartäler freuten sich in Assamstadt über ihren ersten Saisonsieg, den Henrik Hogen mit seinem Treffer zum 3:2 sicherte. Von den neun Diedesheimer Goals gehen sechs auf Henrik Hogens Konto, der zum erfolgreichsten Ligatorschützen avancierte. Ist bei Trainer Peter Hogens Elf der Knoten geplatzt, sodass sie sich endgültig in Richtung einstelliger Tabellenplatz auf den Weg begeben kann? In der Partie auf eigenem Terrain (Spielbeginn 15.30 Uhr) gegen den FSV Tauberhöhe, der sich mit nur einem Punkt begnügen muss und dem nur zwei Tore gelangen, sollte der zweite Dreierpack möglich sein.
Er kam aus der Tiefe des Tabellenraumes und ist auf Tabellenplatz vier angelangt. Die Rede ist vom TSV Mudau, der gegen Osterburken seinen vierten Sieg verbuchte. TSV-Spielertrainer Dennis Hutter spricht ohne Umschweife Klartext: „Wir sind mit Euphorie in die Runde gestartet und waren nach den beiden Start-Niederlagen gefrustet, unser Ziel sind die ersten beiden Tabellenplätze.“ Ergo fahren die „Mudemer“ mit dem Vorhaben nach Nassig, mit drei Punkten zurückzukehren. Dass die Rechnung jedoch nicht ohne den Wirt gemacht werden kann, ist bekannt. Der französische Philosoph und Publizist hat die grundsätzliche Problemstellung so zusammengefasst: Beim Fußball verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.
Auswärts ergatterte der SV Neckargerach sechs Zähler, zu Hause „nur“ vier. Letzteres steht mit der SpVgg Neckarelz im Zusammenhang, die am vergangenen Sonntag am Neckar einen 3:0-Sieg landete. Für die „Gericher“ steht am Sonntag erneut ein Heimspiel im Terminplan. Wiederum bekommen sie es mit einer Spitzenmannschaft zu tun, denn der Tabellenzweite aus Grünsfeld kreuzt im Neckartal auf. Dass sich die noch unbesiegte Mannschaft aus dem Grünbachtal in der Fremde besonders wohlfühlt, ergibt sich aus der Statistik. Der FC gewann seine bisherigen drei Matches auf fremdem Terrain, und FC-Keeper Lukas Himmel musste dabei nur einmal den Ball aus seinem Tornetz holen. SV-Trainer Simon Blankenburg weiß, was auf seine Elf zukommt, er wird sie entsprechend einstellen mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die Grünsfelder irgendwann auch auswärts Federn lassen werden.