Duell der Top-Offensiven
Kreisliga Mosbach: Der SC Oberschefflenz empfängt zum Spitzenspiel den FV Elztal – SV Schefflenz hat den noch sieglosen FV Mosbach II zu Gast
RNZ, 25.09.2026 Mosbach. (kö) Über dieses Zahlenspiel kann man in Sulzbach und Weisbach nicht schmunzeln: Der TSV und der SCW haben nämlich am 20. des Monats zusammen auch 20 Gegentore bekommen. Unglaublich aber wahr, denn für Weisbach hieß es gegen den FV Elztal „Alle Neune“, und dem TSV Sulzbach wurden bei Türkspor Mosbach gleich elf Dinger eingeschenkt. Klar, beide hatten personelle Probleme, aber irgendwann in so einem Spiel muss man halt mal ganz hinten alle Kräfte bündeln, um solche Peinlichkeiten zu vermeiden.
Mal sehen wie die Torleute dieses Debakel weggesteckt haben. Für den Weisbacher Aushilfskeeper Klingner gab’s übrigens sogar Aufmunterung vom Gegner. „Der war der Ärmste und konnte am wenigsten dazu“, wurde überliefert. Die Kantersiege führten dazu, dass ein neuer Torrekord in der Liga aufgestellt wurde. Sieben Partien – 45 Tore, echt ein Wahnsinn, was die Kreisliga aktuell bietet. Wer da nicht den Weg zum Sportplatz findet, der ist selber schuld.
Solche Wege lohnen sich übrigens schon am Samstag, denn neben dem Derby in Fahrenbach, wo der Nachbar aus Sattelbach vorspielt, wird um 16 Uhr auch das Topspiel Zweiter gegen Erster angepfiffen. Der SC Oberschefflenz erwartet den FV Elztal.
Beide strotzen nur so vor Selbstbewusstsein und sind bisher noch ungeschlagen. Der SCO gewann letzte Woche in Limbach, während Elztal die Weisbacher überfuhr. Dass es diesmal nicht so einfach wird, weiß man in Muckental, Rittersbach und Dallau sehr wohl. Bange machen gibts aber nicht. Wäre auch unnötig, denn wer die beste Abwehr hat (Keeper Doll musste er fünfmal hinter sich greifen) und den besten Angriff vorweist (29 Tore), der kann überall bestehen.
Schön für den FVE, dass neben den Goalgettern Marius Kaiser und Nicolai Mathes auch die Abwehrrecken die Lust am Offensivspiel entdeckt haben, und tolle Bälle für die Stürmer auflegen. Coach Johannes Walz kann aus dem Vollen schöpfen, wird aber auch vor den quirligen Angreifern des SCO wie Mert Tunc oder Efdal Gügercin warnen. Der SCO ist spielstark, und da heißt es „konsequent zur Sache gehen“. Zuletzt herausragend beim SCO war Kapitän Jan Kovacs, der Abwehrstabilisator, der mit weiten Pässen auch viel für den Spielaufbau tut.
Viel los ist immer, wenn Fahrenbach auf Sattelbach trifft, und so wird das auch diesmal sein. Ob des Heimvorteils und der Tatsache, dass man beim Gastspiel beim FV Mosbach II neues Selbstvertrauen getankt hat, sollte der VfR die Favoritenrolle haben. Timo Holzinger und Lukas Minich sorgten mit späten Toren für den Punkt. Allerdings hat das Kraft gekostet, und Sattelbach durfte letzte Woche ja zuschauen.
Zuschauen müssen diesmal die Jungs von Türkspor Mosbach. Pech, denn gerade jetzt, wo sie so gut drauf waren und elf Tore gegen Sulzbach bejubelten, passt das gar nicht. Da hätte sicher lieber der TSV Sulzbach ausgesetzt und mal seine Wunden geleckt. Ist nicht, denn daheim gegen Lohrbach steht erneut ein schweres Spiel auf dem Plan. Klar, dass auf TSV-Seite Wiedergutmachung oberstes Gebot ist. Allerdings gelingt die nur, wenn sich die Personalsituation verbessert und Coach Chybiak echte Alternativen hat. Lohrbach indes büßte gegen Neunkirchen in letzter Sekunde einen Dreier ein. Die Punkte, die liegen blieben, sollen jetzt in Sulzbach her. Allerdings kennt man auch bei der Fortuna den Spruch vom angeschlagenen Boxer.
Als solcher taumelt aktuell auch der SC Weisbach durch die Gegend. Die Fehlliste umfasste zuletzt Trainer Florian Helm, Keeper Alexander Gebhard, Ralf und Daniel Schmitt, Tim Ebert, Ricardo Ihrig u.a. Auf der Ersatzbank saßen laut Spielbericht nur zwei Reserve-Kicker.
Die Personalnot kommt zur Unzeit, denn jetzt geht es zum FC Mosbach, dem noch sieglosen Schlusslicht. Da sollte Weisbach eigentlich was mitnehmen, auch wenn der FCM nach dem Motto „Wenn nicht jetzt , wann dann“ die Wende zum Guten anstrebt. In diesem Match treffen übrigens die beiden schwächsten Offensivreihen aufeinander.
Punkten um jeden Preis heißt es eigentlich auch für den FV Mosbach II, dem zweiten „Nuller-Team“. Allerdings scheint das schier unmöglich, denn man muss zur SV Schefflenz. Die Schefflenzer sind noch ohne Niederlage und weisen eine klasse Torbilanz auf. Wer gegen Auerbach gewinnt, der wird auch gegen den Vorletzten nichts anbrennen lassen. Voraussetzung aber ist, dass Coach Luca Egolf es schafft, den Fokus hoch zu halten, damit jeder seriös an die Aufgabe ran geht.
Die SG Auerbach die auf eine nicht optimale Bilanz der „Schefflenz-Tage“ blickt, bekommt es diesmal mit den Sportfreunden Haßmersheim zu tun. Die SGA hat Ambitionen nach vorne, und deshalb will man aus dem schönen Neckartal drei Zähler mitnehmen. Dazu braucht sicher auch Keeper Leon Müller einen guten Tag, ähnlich seiner Performance beim Remis der SGA in Oberschefflenz.
Eine weite Anreise hat der FC Limbach, der in Neunkirchen ran muss. Angesichts der aktuellen Benzinpreise ist das nicht so toll, beim Blick auf die Bilanz der Bachmann/Manz-Truppe aber schon. Daheim geht bei der Freya gar nichts (drei Spiele,null Punkte), doch auswärts hat man in drei Partien noch nicht verloren. Also fährt man zum Tabellenvierten um mindesten ein Pünktchen mitzunehmen. Dazu soll auch Keeper Aaron Wild seinen Beitrag leisten, der zuletzt gegen Oberschefflenz berufsbedingt fehlte und von Marc Stephan vertreten wurde.