Foto: MFV - Kay Schulze

MFV I: Die SV Eintracht Nassig zu Gast in der HDAO-Arena Mosbach

Es werden Erinnerungen wach

Landesliga Odenwald: Der SV Neckargerach empfängt den FV Lauda – Zu Oberligazeiten lieferten sich beide Mannschaften teils spannende Duelle

RNZ, 29.08.2026 Neckar-Odenwald-Kreis. (huwa) Vier Teams haben noch keine Landesligapartie verloren, fünf Mannschaften konnten noch keine Begegnung gewinnen. Und dem FSV Tauberhöhe ist noch kein Treffer gelungen. Mit dem FC Grünsfeld, der SpVgg Neckarelz sowie dem FV Mosbach hat sich ein Führungstrio herauskristallisiert. Die Matches des kommenden Spieltags werden allesamt am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen.

Aufsteiger haben es oft schwer, sich in der kreisübergreifenden Liga zu etablieren, deshalb lautet deren Ziel meist „Klassenerhalt“. Aktuell auch bei den Neulingen TSV Assamstadt, SV Osterburken und SV Neckargerach. Ein guter Start erleichtert dieses Vorhaben – und der ist den „Gerichern“ gelungen. Mit sieben Punkten belegen sie als „Tabellenführer des Mittelfelds“ den vierten Rang. Die Neckartäler empfangen den FV Lauda, gegen den sie in lange zurückliegenden Oberligazeiten spannende Spiele austrugen. Auf dem Papier geht der SVN als Favorit ins Match gegen die Zwei-Punkte-Elf aus der Eisenbahnerstadt, doch Papier ist geduldig. Und „die Wahrheit liegt auf dem Platz“, lautet der bekannte Satz, der dem rund 40 Jahre als Trainer tätig gewesenen Otto Rehhagel zugeschrieben wird.

Überraschend klar, nämlich mit 0:3, unterlag der VfK Diedesheim zu Hause seinem Neckartalnachbar Neckargerach. Mit nur einem Zähler müssen sich die Diedesheimer mit Tabellenposition 13 begnügen. Dieser Rang liegt außerhalb des Saisonziels, das Platz 3 bis 12 lautet. Die aktuelle Situation ist logischerweise jedoch nur eine Momentaufnahme, die verbessert werden soll, was am Sonntag allerdings schwierig sein wird, denn Trainer Peter Hogens Mannschaft fährt zum FC Grünsfeld, bei dem neun Punkte in der Statistik fixiert sind. In der Liste der Ligatorschützen führt FC-Goalgetter Alex Albert mit fünf Treffern. Nicht vergessen sollten die Neckartäler die mutmachende Tatsache, dass sie in der vergangenen Saison dem FC im Grünbachtal einen Punkt abknöpften.

Der SV Osterburken gastiert beim TSV Assamstadt. Beide Aufsteiger konnten noch nichts Zählbares unter den Strich bringen. Während die Römerstädter gegen den FV Mosbach eine couragierte Leistung boten und nur knapp unterlagen (0:1), zogen die Assamstadter in Sennfeld mit 2:4 den Kürzeren. „Trotz einer deutlich besseren zweiten Halbzeit bleibt vor allem festzuhalten, dass wir dieses Spiel so schnell wie möglich abhaken müssen. Jetzt gilt es, den Blick nach vorne zu richten und es am kommenden Wochenende besser zu machen“, hieß es nach der Partie beim TSV Assamstadt. Beide Teams wollen am Sonntag in der Punkterubrik selbstverständlich die Null durch eine Zahl ersetzen.

Dank Riccardo Stadlers Tor brachte der FV Mosbach aus Osterburken drei Punkte nach Hause, sodass die Kreisstädter nach wie vor zum Führungstrio der Liga zählen und das Fazit ziehen können: bisher ist es prima gelaufen. „So kann es weitergehen“, wünschen sich die FV-Fans und natürlich auch Trainer Christoph Bender. Weiter geht es mit dem Heimspiel gegen den SV Nassig, der bereits in allen drei Ergebnissparten (Sieg, Unentschieden, Niederlage) vertreten ist. Die letzten beiden Treffen zwischen MFV und SVN verliefen torreich. 4:1-Dreier für Mosbach im Heimspiel, 5:5 in Nassig, wobei die Nassiger erst in der 93. Minute den Ausgleichstreffer markierten. Nicht nur an den momentan schon elf erzielten Goals der Kreisstädter gemessen, gehen sie als Favorit in die Partie.

Die ersten beiden Begegnungen hat der VfB Sennfeld in den Sand gesetzt. Kein Beinbruch, denn gegen den sich inzwischen in der Tabelle oben tummelnden FC Grünsfeld und FV Mosbach kann man verlieren. Zuletzt sorgten die Sennfelder gegen Aufsteiger TSV Assamstadt entschlossen für klare Verhältnisse, denn nach 63 Minuten führten sie 4:0. Zwar kam Assamstadt noch auf 4:2 heran, doch trotz Unterzahl (gelb-rote Karte in der 51. Minute) ließ sich der VfB die Butter nicht vom Brot nehmen. Im Auswärtsspiel beim FSV Tauberhöhe, dem bisher weder ein Punktgewinn noch ein Goal gelang, sollte der zweite Dreier möglich sein. Gleichwohl werden die Sennfelder die Mannschaft von der Tauberhöhe nicht unterschätzen.

Wer es schafft, auf eigenem Terrain zu gewinnen und von fremden Plätzen einen Punkt mitzunehmen, kann ein sorgenfreies Fußballleben führen. Dem TSV Billigheim ist das zuletzt gelungen: 3:0-Heimsieg gegen den VfK Diedesheim, 2:2-Remis beim FV Lauda. Am Sonntag steht ein Heimspiel auf dem Terminplan, in dem die Trauben jedoch hoch hängen, denn der Gast kommt aus Neckarelz. Und die Neckartäler ließen sich von keinem ihrer Widersacher am Zeug flicken, wenngleich es im Elzstadion gegen den TSV Tauberbischofsheim bis zur 73. Minute dauerte, ehe Dennis Bentz per Strafstoß der 1:0-Siegtreffer gelang. Landesligageschichtliches am Rande: Die letzte Landesligapartie zwischen TSV und SpVgg wurde am 28. Mai 2003 ausgetragen. Damals gewann Neckarelz in Billigheim mit 5:1.

Es scheint, als habe sich der TSV Mudau nach zwei Niederlagen auf seine Qualitäten besonnen, denn die „Mudemer“ kehrten mit einem 2:0-Erfolg aus Königshofen zurück. „Aufgrund der Spielanteile und der Chancenverteilung ging der Mudauer Sieg in Ordnung“, berichtet Martin Michelbach, der Sportliche Leiter der Königshöfer. Nun erwartet Trainer Dennis Hutters Team den FSV Waldbrunn zum Odenwaldderby. Nach dem 2:0-Erfolg in Assamstadt und dem 1:0-Heimsieg können die Waldbrunner im Odenwaldstadion selbstbewusst antreten. Trainer Dominik Weber wird seinen Mannen jedoch klargemacht haben, dass der TSV ein anderes Kaliber ist als der TSV Assamstadt und der FSV Tauberhöhe.

Der SV Königshofen tritt beim ebenfalls mit sechs Zählern ausgestatteten Tabellennachbar TSV Tauberbischofsheim zum Lokalderby an. Beide Mannschaften gingen zuletzt als Verlierer vom Rasen, der TSV unterlag in Neckarelz knapp mit 0:1, die Messestädter mussten zuhause dem TSV Mudau mit 0:2 den Vortritt lassen. „Die kommende Aufgabe in Tauberbischofsheim wird nicht leichter. Auch Tauberbischofsheim zählt sicherlich zu den Meisterschaftsfavoriten“, so Martin Michelbach.

<- zurück zur Startseite