Foto: MFV - Sude Mayer

MFV II: Heimspiel gegen den TSV Sulzbach

Gibt’s die nächsten Torspektakel?

Kreisliga Mosbach: Letzte Woche geizten die Kreisligisten nicht mit Toren, die Zuschauer würden sich ähnlich viele Treffer wieder wünschen

RNZ, 04.09.2026 Mosbach. (kö) „Wow, da sind ja ganz schön viele Tore gefallen“, stellte Reinhold Mohr, Ehrenmitglied beim FC Trienz und Kenner der Kreis-Fußballszenerie, beim Blick auf die jüngsten Ergebnisse fest. Und er hatte recht: Gleich 41 Tore galt es zu vermerken, was einen schier unglaublichen Schnitt von fast sechs Toren pro Partie entspricht. Eine „1+“ also für die Stürmer der Kreisligisten, dagegen ein „mangelhaft“ an die Defensivreihen.

Ein „ungenügend“ gibt es für die Abwehr des TSV Sulzbach, die acht Treffer der SG Auerbach zuließ. Ein Desaster, was sich aktuell die TSV-Fans ansehen müssen, und 16 Gegentore aus drei Partien lassen ein Grundsatzproblem vermuten. Höchste Zeit, da etwas zu ändern, zumal es jetzt gegen den ebenfalls schwach gestarteten FV Mosbach II geht. Die MFV’ler haben erst einen Zähler auf dem Konto, verlangten letzte Woche dem SV Neunkirchen aber alles ab. Die Tendenz spricht also für einen Sieg der Kreisstädter.

Deren Stadtkollege FC Mosbach hängt derzeit ebenfalls im Ligakeller rum und wartet noch auf den ersten Dreier. Gegen Limbach war man ganz nah dran und führte bis zehn Minuten vor Schluss durch einen Barry-Treffer. Dann aber fehlte die Entlastung beim gegnerischen Dauerdruck, und Limbach kam zum Ausgleich. Dass jetzt ein Sieg gelingt, darf bezweifelt werden, denn es geht zur SV Schefflenz. Die SVS-Jungs haben nach zwei absolvierten Partien mit sechs Punkten das Optimum erreicht und bestätigten so die Vorschusslorbeeren. Man weiß zwar, dass man die Masseldorner nicht unterschätzen darf, aber einen Dreier hat man wohl schon in der Marschtabelle stehen.

Das „Sieglos-Quartett“ komplettiert der FC Limbach, der sich zwar über den Punkt in letzter Sekunde in Mosbach freute, aber insgeheim doch noch hadert. Es muss jetzt halt mal ein echter Knaller her, und das wäre ein Sieg gegen den aktuell Führenden FV Elztal auf jeden Fall. In Limbach freut man sich auf das Nachbarschaftsduell, das vor allem für Limbachs Keeper Aaron Wild etwas Besonderes werden wird. Der junge Keeper wohnt nämlich aktuell in Muckental und weiß auch um die FVE-Begeisterung der Familie seiner Freundin. Das wird ihn aber nicht davon abhalten, es der FVE-Offensive so schwer wie möglich zu machen.

Die Elztäler ließen in der Vorwoche Lohrbach keine Chance und machten von Beginn an klar, wer der Herr im Hause ist. Einzig die Chancenverwertung ließ etwas zu wünschen übrig, doch vier Tore gegen Lohrbach können sich durchaus sehen lassen. Zwei davon erzielte Marius Kaiser, und einige vermuten jetzt, dass ihn seine Eheschließung, die mal eben in Venedig war, beflügelt hat.

Elztals erster Verfolger, die SG Auerbach, muss nach der Acht-Tore-Galavorstellung gegen Sulzbach diese Woche zuschauen. Das heißt, dass sich der SC Oberschefflenz ganz vorne reinsetzen könnte. Voraussetzung dafür ist ein Sieg bei Türkspor Mosbach II, wo man wohl noch immer mit der Niederlage in Weisbach hadert.

Da lag TSM schon 0:3 hinten, holte dann innerhalb von 20 Minuten auf 3:3 auf und kassierte dann doch das letztlich entscheidende 3:4. Punktemäßig war’s nix, aber die Einstellung hat gepasst. Die müssen die Jungs von Coach Hasan Guta jetzt wieder an den Tag legen. Dass der SCO mit seinen Topstürmern immer für ein Torfestival gut ist, weiß man beim TSM ja auch.

Leidtragender war letzte Woche der SV Sattelbach, der gleich sechs SCO-Dinger kassierte. Da waren einige noch gedanklich in der Kabine, als Mert Tunc und Tim Kovacs schon trafen. Daraus muss der SVS lernen, wenn er gegen den Ex-Landesligisten SV Neunkirchen bestehen will. Bei dieser Partie der Tabellennachbarn kommt es für die Alemannia-Familie übrigens zum Wiedersehen mit den Agac-Brüdern , die ja nach dem nicht optimal verlaufenden Gastspiel in Sattelbach jetzt in Diensten des SV Neunkirchen stehen.

Offensive war Trumpf beim Spiel des VfR Fahrenbach gegen die SV Schefflenz. Letztlich behielt zwar Schefflenz die Oberhand, doch die Fahrenbacher Fans konnten ihren Jungs nicht böse sein. Man kämpfte sich auch nach Rückschlägen immer wieder zurück und spielte konsequent nach vorne. Das will man als rot-blauer Fan sehen, und deshalb werden sicher viele Fahrenbacher jetzt auch die Fahrt über den Neckar nach Haßmersheim antreten. Dass es beim Neuling schwer werden wird, ist den VfR-Verantwortlichen klar, doch eine so weite Fahrt soll zumindest mit einem Punkt belohnt werden.

Los geht der Spieltag übrigens schon heute um 19 Uhr beim Spiel des FC Lohrbach gegen den SC Weisbach. Die zwei Teams weisen aktuell die gleiche Bilanz auf, und so fällt es schwer einen Favoriten auszumachen. Der Heimvorteil spricht für den FCL, doch die offensiv überschaubare Leistung gegen Elztal lässt Zweifel aufkommen. Einzig Lars Reichert traf per Elfer gegen seinen Ex-Verein. Weisbach indes traf gleich viermal gegen Türkspor Mosbach durch Tore von Florian Helm und Ricardo Ihrig (je zwei), verspielte aber zwischenzeitlich eine 3:0-Führung. Man sieht es ist vieles möglich beim Duell der beiden Nachbarn.

<- zurück zur Startseite