MFV I: Marijo Barisic folgt auf Michael Bender

Mosbach. (js) Bei der Weihnachtsfeier des Fussball-Landesligisten FV Mosbach am Samstag kamen Vorsitzender Frank Spohrer und Sportlicher Leiter Otmar Kreis nicht mit leeren Händen, sie hatten eine Überraschung im Gepäck: Ab Januar wird der 43-Jährige Kroate Marijo Barisic das Traineramt beim aktuellen Tabellenzweiten übernehmen.

Diese Personalie stand an, nachdem der bisherige Coach Michael Bender vor zwei Wochen sein Amt zur Verfügung stellte. „Abnutzungserscheinungen“, so Bender, veranlassten ihn zu diesem Schritt. Bei der großen Zahl von Bewerbern für Benders Nachfolge kristallisierte sich schnell der Name Barisic heraus. Der Geschäftsführer eines Mosbacher Cafés gilt in diesem Zusammenhang als Mann aus den eigenen Reihen. Barisic trainiert in der zweiten Saison die C-Jugend des FV Mosbach – und daran wird sich auch nichts ändern. Künftig wird der neue Mann auf der sportlichen Kommandobrücke des FV Mosbach sowohl die erste Mannschaft, als auch die 14-jährigen des Vereins trainieren. „Die Jungs sind mir ans Herz gewachsen, ich habe ihnen versprochen sie bis in Seniorenalter zu trainieren. Und dazu stehe ich“, sagt „Doppel-Trainer“ Barisic.

Marijo ist der mittlere der drei Barisic-Brüder Goran und Zdravco, wobei Goran mit 47 Saisontreffern nach wir vor Torschützenkönig der Landesliga-Odenwald ist. Marijo Barisic spielte in seiner aktiven Zeit unter anderem bei den Oberligisten Südwest Ludwigshafen, TuS Oggersheim und SV Sandhausen. Ein Wechsel in den Profifußball scheiterte an einer schweren Knieverletzung. Trainererfahrungen sammelte er bereits beim SV Neckargerach, SV Schollbrunn und VfR Fahrenbach.

Für Mosbachs Sportlichen Leiter Otmar Kreis ist Marijo Barisic die Idealbesetzung auf dem Trainerstuhl: „Er lebt Fußball und ich bin mir sicher, dass er mit der Mannschaft noch einiges bewegen wird.“

Der FV Mosbach rangiert mit elf Punkten Rückstand hinter dem TSV Höpfingen auf dem zweiten Platz. „Die sind in der laufenden Runde nicht mehr einzuholen“, sagt der neue Coach. Deshalb will er dem Team in der Rückrunde in erster Linie seine Fußball-Philosophie vermitteln. Denn Sportlicher Leiter Otmar Kreis geht davon aus, dass es zu einer längeren Zusammenarbeit kommen wird.

Rhein-Neckar-Zeitung
20.12.2011
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