So langsam wird es eng
Landesliga Odenwald: Die Teams im Ligakeller verlieren und verlieren immer mehr das rettende Ufer aus den Augen – Vorne geht es weiter knapp zu
RNZ, 20.04.2026 Ein 4:4-Unentschieden mag für Trainer kein gutes Ergebnis sein, für Zuschauer dagegen sehr wohl. So sahen die Besucher in Roigheim ein tolles Landesligaspiel, das gleich zu Beginn mit Toren aufwartete. Nach zwei Minuten spielte die Mosbacher Abwehr einen kapitalen Fehlpass in die Füße von Nikola Vintonjak, der sich nicht lange bitten ließ und flach ins rechte Eck einschob. Der Jubel währte nicht lange, denn nur zwei Minuten später versuchte Nuno einen Querball vor der Linie zu retten, traf aber nicht richtig und der Ball ging ins eigene Tor. Danach drängte der VfB auf die erneute Führung, ein Fernschuss von Vintonjak konnte der Gästekeeper noch parieren, aber nach einer Ecke war es Steffen Schmitt, der aus fünf Metern gekonnt zum 2:1 einköpfte (17.). Danach hatte derselbe Spieler noch eine gute Möglichkeit, doch ging es mit der knappen Führung in die Pause.
Nach dem Wechsel hatte Mosbach zunächst mehr vom Spiel und machte ordentlich Druck auf das Tor von Andi Linzer. In dieser Drangphase fiel auch folgerichtig der erneute Ausgleich durch Dominic Kerling zum 2:2. Spätestens in der 62. Minute zeigte sich, welch Glücksfall Nikola Vintonjak für den VfB ist. Einen langen Ball nahm dieser links außen gekonnt an, um ihn nur Sekundenbruchteile später direkt mit derselben „Klebe“ aus spitzem Winkel humorlos über Keeper Vogl hinweg in „Tor-des-Monats-Manier“ im langen Eck zu versenken. Danach wogte der Landesliga-Kracher weiter hin und her, und Steffen Schmitt hätte zehn Minuten später nach Zuspiel von Vintonjak die Vorentscheidung erzielen können, doch im Gegenzug fiel durch Mosbachs Simon Fertig nach schönem Spielzug der neuerliche Ausgleich. Wer nun dachte, der Torreigen hat ein Ende, sah sich getäuscht. Nur eine Minute später pfiff Schiedsrichter Throm Foulelfmeter für den VfB Sennfeld. Nikola Vintonjak verlud Keeper Vogl und netzte mit seinem dritten Treffer zum 4:3 ein. Sennfeld konnte auch die vierte Führung jedoch nicht behaupten und Mosbach kam in der 82. Minute ebenfalls per Foulelfmeter zum am Ende verdienten 4:4-Ausgleich. Dank der offensiven Ausrichtung beider Mannschaften ein spektakuläres Spiel für die Zuschauer, sicher schöner anzusehen als ein defensives 0:0.
VfB Sennfeld – FV Mosbach 4:4
VfB Sennfeld: Andreas Linzer, Tom Schönleber, Lukas Rein, Luca Hofmann, Steffen Schmitt (80. Klaus Kenneth Gehse), Christoph Kunkel (40. Nils Laier), Max Heizmann, Marcel Baumann, Nuno Alberto Silva Medeiros, Julien Dotzauer (87. Timo Herold) (95. Michael Bauer), Nikola Vintonjak – Trainer: Marcel Baumann / Max Heizmann
FV Mosbach: Hannes Vogl, Joel Wolf (77. Paul Gutfleisch), Niklas Ebert, Efekan Zeybek, Dominic Kerling, Hannes Martin, Lukas Marx (80. Riccardo Stadler), Dustin Link (63. Nico Kief), Simon Fertig, Kai Müller, Robin Hader (86. Torben Frey) – Trainer: Dominic Krümpelbeck / Dustin Link / Riccardo Stadler
Schiedsrichter: Jonas Throm – Zuschauer: 170
Tore: 1:0 Nikola Vintonjak (4.), 1:1 Nuno Alberto Silva Medeiros (5. Eigentor), 2:0 Efekan Zeybek (17. Eigentor), 2:2 Dominic Kerling (54.), 3:0 Nikola Vintonjak (62.), 3:3 Simon Fertig (73.), 4:0 Nikola Vintonjak (76. Foulelfmeter), 4:4 Hannes Martin (82. Foulelfmeter)
Die Statistiken zur Partie gibt es bei FuPa.