Die „großen Drei“ gehen auf Reisen
Kreisliga Mosbach: Auerbach, der FC Mosbach und Oberschefflenz sind auswärts gefordert – Neckarzimmern will an den Auftaktsieg anknüpfen
RNZ, 13.03.2026 (kö) Der Terminplan der Kreisliga ist schon etwas für Fortgeschrittene. Die Teams, die erst Ende November gegeneinander gespielt haben, müssen jetzt schon wieder gegeneinander ran. Kurios, aber vielleicht hilft es dem ein oder anderen Trainer, sein Team auf das frühe Re-Match besser einzustellen. Die „großen Drei der Kreisliga“ müssen allesamt auswärts ran. Tabellenprimus Auerbach hat zum Gastspiel in Sulzbach einen kurzen Anfahrtsweg, und auch der FC Mosbach muss nach Reichenbuch quasi nur mal kurz um’s Eck.
Ein paar Kilometer mehr bekommen da schon die Oberschefflenzer auf den Tacho, für die es nach Sattelbach geht. Das Top-Trio eint, dass es gegen Teams aus dem unteren Drittel geht und quasi Siegpflicht gilt. Stolpergefahr besteht allerdings immer. Los geht’s schon heute – am Freitag dem 13. in Limbach, wo der FV Elztal vorbei kommt.
Mal sehen, für wen das Datum evtl. doch zum Glücksfall wird? Beide sind nicht nur geografisch sondern mittlerweile auch tabellarisch Nachbarn. Während man bei der Freya mit dem neunten Platz gut leben kann, ist der achte Rang des FVE sicher etwas enttäuschend. Klar, dass man deshalb einen Auswärtsdreier bei den Limbacher Remis-Spezialisten anstrebt. Im Hinspiel siegte der FVE mit 4:1 nach je zwei Treffern von Yannick Fischer und Nicolai Mathes. Die werden sich sicher besonderer Bewachung erfreuen.
Gut bewachen sollten auch die Defensiven der Sattelbacher Alemannia am Samstag ihre Gegner. Es kommt nämlich mit dem SC Oberschefflenz eine Mannschaft, die spielstark und offensivfreudig agiert. Da gilt es für den SVS gegen zu halten, denn die Tabellensituation ist alles andere als rosig. Es läuft einfach nicht bei den Sattelbachern, auch wenn – wie zuletzt – alle drei Trainer aktiv auf dem Platz dabei sind. Höchste Zeit, dass der Knopf aufgeht, damit Sattelbach nicht Dauergast auf Position 13 wird.
Im Dunstkreis des SVS bewegt sich aktuell der Nachbar aus Lohrbach, der zum Stadtduell zu Türkspor Mosbach II muss. Eine schwere Aufgabe, denn der TSM ist gut drauf. In Sulzbach gelang dank eines Frühstarts und eines Tores nach zwei Minuten ein wichtiger Auswärtssieg, bei dem man spielerisch überzeugte. Lohrbach patzte daheim gegen Fahrenbach und konnte dabei eine lange personelle Überlegenheit nicht nutzen. Da kam schon Frust auf, den ein Auswärtsdreier jetzt ad acta legen könnte.
„Stadtduell die Zweite“, heißt es in Reichenbuch, wo der FC Mosbach vorstellig wird. Die Favoritenfrage stellt sich angesichts der Tabellensituation nicht. Zweitletzter gegen Zweiter heißt es da. Beim FV Reichenbuch sitzt zudem die Enttäuschung aus der Niederlage im Kellerduell gegen Neckarzimmern tief. Eben dieser FC Neckarzimmern sendete so ein Lebenszeichen. Eine motivierte Leistung und ein „wahnsinniger Schuss von Coach Denis Zejnaj in den Winkel“ – der Berichterstatter geriet ins Schwärmen – sorgten für drei Punkte.
Neue Hoffnung für den Phönix? Wird schwer, und wenn man beim FCN wirklich was reißen will, dann müssen auch auswärts Punkte her. In Fahrenbach aber hängen die Trauben hoch, denn der VfR legte in Lohrbach einen blitzsauberen Re-Start hin. Positiv, dass Tim Hartmann und Johannes Hettinger wieder mitmischen. Leider gab’s auch Negatives. Stürmer Robin Kreis musste wegen seiner lädierten Schulter wieder raus, und Abwehrchef Christian Haag muss zuschauen, weil er im falschen Moment zugepackt hat. Notbremse nennt man so was, und das zieht halt ne Sperre nach sich.
Zwei Teams die letzte Woche enttäuscht waren, treffen in Neckargerach aufeinander. Der Gast aus Schefflenz verlor gegen Primus Auerbach, und der SV Neckargerach patzte beim MFV II. Das sorgte für viele staunende Fans, denn eigentlich reisten die Gericher als Favorit an. Man spielte auch nicht schlecht, doch im Effizienzvergleich lag halt der MFV II deutlich vorne. Vielleicht hatten die Blankenburg-Jungs den MFV einfach unterschätzt?
Nochmal passieren wird das nicht und so kommt auf die Schefflenzer, die mittlerweile auf Platz zehn abgerutscht sind, eine große Aufgabe zu. Drauf haben es die SVS’ler auf jeden Fall, doch man muss halt auch seine Chancen nutzen, um zu punkten. In Auerbach wurde sogar ein Elfmeter jenseits des Fangzaunes gedroschen.
Treffsicher dagegen zeigte sich letzte Woche Auerbachs Angreifer Justin Kaufmann. Er traf gegen Schefflenz gleich dreifach und gab so den Fans Grund zur Freude über den Sprung auf den ersten Platz. Die SGA ist da, wo sie eigentlich auch hin wollte und geht deshalb mit viel Selbstbewusstsein dran, diesen Topplatz zu verteidigen. Klar, man ist jetzt der Gejagte, und jedes Team legt gegen den Ligaprimus auch mal gerne eine Topleistung hin. Vielleicht auch der TSV Sulzbach, der immer noch an der Heimniederlage gegen Türkspor zu knabbern hat. Da war man anfangs etwas zu schläfrig und geriet früh in Rückstand. Das sollte gegen die SGA, gegen die man das Hinspiel schon deutlich verlor, nicht passieren. Da kassierte Torwart Sanchez- Sierra übrigens drei Tore binnen acht Minuten.