Spannung, wohin man blickt
Kreisliga Mosbach: Die Abstände in der Kreisliga Mosbach sind extrem eng, am Wochenende kehrt die Liga mit Nachholspielen aus dem Winter zurück
RNZ, 27.02.2026 (mami) Ein Kritikpunkt am Profifußball ist ja oft die fehlende Spannung, wenn es um die jeweiligen Meisterschaften geht. Vor allem in Deutschland dominiert der FC Bayern, eine Niederlage des deutschen Branchenprimus in der kommt einer Sensation gleich.
Im Amateurbereich sieht das dagegen ganz anders aus. Viel enger als in der Kreisliga Mosbach kann es wohl kaum zugehen. Tabellenführer Neckargerach und den Tabellen-Zwölften aus Limbach trennen beispielsweise gerade einmal acht Punkte. Die Tatsache, dass einige Teams noch Nachholspiele zu absolvieren haben, trägt ebenfalls dazu bei, dass in nahezu jeder Begegnung Brisanz liegt. Lediglich die drei Teams aus der Abstiegszone (Sattelbach, Reichenbuch und Neckarzimmern) haben 15 Spiele absolviert, der Rest der Liga erst 14, beziehungsweise sogar erst 13.
Daher versprechen auch die drei Aufeinandertreffen, die am Sonntag nachgeholt werden, einiges an Spannung. Wenn die SV Schefflenz den FV Mosbach II empfängt, treffen tabellarisch der Zehnte auf den Neunten – quasi zwei Teams aus dem „Niemandsland“ der Tabelle. Bei genauerer Betrachtung sind aber beide eben noch in voller Schlagdistanz zur Ligaspitze. Vor allem die Schefflenzer, die bisher nur 13 Spiele absolvierten, könnten sich mit einem Sieg in eine gute Ausgangslage bringen, um noch einmal ganz vorne anzugreifen.
Ähnlich ergeht es Aufsteiger TS Mosbach II, der genauso viele Spiele wie die SVS gespielt, dabei aber sogar noch einen Punkt mehr eingefahren hat. Einfach wird die Aufgabe, die am Sonntag bevorsteht allerdings nicht. Denn auch die SG Auerbach, die auf dem Neckarelzer Kunstrasen zu Gast ist, ist mittendrin im Rennen um die Spitzenplätze. Der Tabellenvierte könnte bei einem Sieg sogar vorerst die Tabellenführung vom SV Neckargerach übernehmen.
Das aber auch nur, wenn der FC Mosbach, aktuell Tabellendritter und einen Punkt besser als Auerbach positioniert, seine Partie in Limbach nicht gewinnen sollte. Favorisiert ist klar die Mannschaft aus dem Masseldorn, dennoch wird man sich auch in Limbach bewusst sein, dass man bei einem Sieg tabellarisch einen gewaltigen Schritt machen könnte. Und der wäre nicht gerade unwichtig, denn mit aktuell 19 Zählern liegt man nur drei Punkte vor dem Relegationsplatz, den der SV Sattelbach innehat.
Sprich: Auch wenn manche Partien rein von der Tabellenplatzierung her nicht ganz so attraktiv erscheinen, sollte sich der geneigte Fan des Kreisfußballs davon keineswegs beirren lassen. In der Kreisliga Mosbach lohnt sich der Besuch auf den Sportplätzen nahezu bei jeder Begegnung, da es eigentlich überall noch um etwas geht, ein gesichertes Mittelfeld oder ein „Niemandsland der Tabelle“ gibt es schlicht und ergreifend nicht.