Foto: MFV - Kay Schulze

MFV II: Zum Saisonabschluss zu Gast bei der SG Auerbach

Der krönende Abschluss

Kreisliga Mosbach: Im direkten Duell zwischen dem SC Oberschefflenz und dem SV Neckargerach entscheidet sich die Meisterschaft

RNZ, 29.05.2026 Mosbach. (kö) Zunächst einmal Gratulation an Staffelleiter Jürgen Adam. Da ist dem erfahrenen Terminplaner in der Kreisliga ein echter Coup gelungen. Zum Saisonfinale spielen der Erste gegen den Zweiten und der Dritte gegen den Vierten. Und alle vier könnten durch die direkten Duelle noch die Plätze tauschen. Klar, beim Spiel Elztal gegen die SV Schefflenz geht’s „nur“ darum, wer als Dritter in der Saisonannalen eingeht, doch im Duell SC Oberschefflenz gegen SV Neckargerach geht’s um alles. Direktaufstieg und Meisterschaft, oder Relegation? Das ist die Frage.

Vor dem Blick auf die alles überstrahlende Toppartie noch ein „ auf Wiedersehen“ an den FC Neckarzimmern und jetzt auch an den FV Reichenbuch. Dessen Abgang aus der Kreisliga war kurios. Da gelingt es den Reichenbuchern ein 0:2 zur Pause in ein 5:2 zu verwandeln, doch das reicht am Ende nicht, weil die Konkurrenz aus Sattelbach nicht mitspielt und auch ’nen Dreier einfährt. Denkwürdig wird der Pfingstspieltag für die Reichenbucher aber dennoch bleiben, denn es schafft kaum ein Akteur, gleich fünf Tore hintereinander in einer Halbzeit zu schießen. Dominik Gutjahr ist das mit fünf Treffern gegen Türkspor II gelungen. So einen Fünferpack nennt man laut KI im englischen übrigens „Glut“, was vom englischen Wort für Überfluss kommt. Gratulation an dieser Stelle an Dominik Gutjahr.

TS Mosbach geht nach diesem Gutjahr-Desaster allerdings mit mächtig Bauchgrimmen ins Saisonfinale. Man erwartet den VfR Fahrenbach und muss gewinnen, um nicht doch noch ins Relegationsspiel gegen den SV Robern zu müssen. Der Konkurrent SV Sattelbach ist nämlich mittlerweile punktgleich. Heißt: ein Remis könnte zu wenig sein, wenn Sattelbach beim Nachbarn aus Lohrbach einen Dreier holt. Der allerdings reicht der Alemannia wiederum nur dann, wenn eben der Ortsnachbar auf der anderen Seite aus Fahrenbach bei Türkspor was mitnimmt. Was ein Konstrukt“

Ein VfR- Erfolg bzw. Punkt ist durchaus realistisch, denn die Fahrenbacher geben zum Saisonausklang nochmal richtig Gas. Die Sattelbacher Alemannia, die halt schlichtweg etwas spät aufgewacht ist, hat aktuell ein um zehn Tore schlechteres Torverhältnis als Türkspor. Das aufzuholen wird wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Vielleich meldet sich ja da auch ein „Best-Ager-Fan“ der Gladbacher Borussia und erinnert an das legendären Saisonfinale der Bundesliga 1978 . Da haben die Gladbacher mal eben mit einem 12:0 gegen Borussia Dortmund einen Zehn-Tore-Rückstand aufgeholt. Allerdings gewann parallel der Konkurrent aus Köln auch sein Spiel mit 5:0 . Schlecht ist, wer schlecht denkt, doch so was bleibt hoffentlich erspart. Dennoch gehen die Sattelbacher mit Optimismus in ihr Match, und dass parallel die Daumen für den VfR Fahrenbach gedrückt sind, ist auch legitim. Da wird der Live-Ticker sicher glühen.

Keinen Blick auf andere Plätze braucht man in Oberschefflenz riskieren. Da heißt es SCO gegen SVN, und wer gewinnt, ist schon am Samstagabend Landesligist, während der andere sich auf die Relegationsspiele einstellen kann. Dem Gastgeber aus Oberschefflenz reicht übrigens ein Remis, weil er aktuell ein einziges Pünktchen mehr in der Wertung hat. Doch jeder der schon mal gekickt hat weiß, dass auf Remis spielen meistens in die (Sport-)-Hose geht.

Es heißt also auf beiden Seiten: voll zur Sache gehen und auf Sieg spielen. Offensiv sind beide mit Blick auf die Torbilanz gleichauf. Beide haben in 27 Partien 68 Mal getroffen. Auch die Topscorer in beiden Lagern nehmen sich nichts. Dieses Ranking führt ja Eren Tagun vom SC Oberschefflenz mit aktuell 25 Toren an, gefolgt von Stefano di Paolo, der 22 eigene Treffer bejubeln konnte. Wird da vielleicht zum Faktor, dass beim SC Oberschefflenz Nurullah Musaogullari fehlt? Der traf im Derby gegen Schefflenz zur SCO-Führung, holte sich zum Ende der Partie aber eine rote Karte ab. Sicher ein Verlust, zumal Musaogullari ja beim Pokalfinale gegen Sulzbach der entscheidende Mann war. Das fand übrigens in Neckargaerach statt, und so konnten sich die SVN-Coaches Simon Blankenburg und Thomas Lunzer den finalen Gegner mal ganz genau anschauen. Vielleicht haben sie ja Schwachstellen erkannt, die man jetzt entscheidend nutzen kann.

Doch auch Luciano Scialpi vom SCO wird genau wissen, wie der SV Neckargerach agiert und über welche Spielfeldseite der am effektivsten bespielt werden kann. Das Hinspiel in Neckargerach gewann übrigens der SVN durch zwei ganz frühe Tore. Volle Konzentration vom ersten Moment an ist also beim SCO gefordert.

Dort freut man sich natürlich auf die Ausrichtung des Knaller-Finales und damit auch auf viele Zuschauer. Los geht’s, wie übrigens auf allen Sportplätzen, auch auf denen, die noch nicht genannt wurden – in Sulzbach (gegen Reichenbuch), in Neckarzimmern (gegen Limbach) und in Auerbach (gegen FV Mosbach II) – am Samstag um 16 Uhr. Spielfrei und damit schon im Sommerurlaub sind die Aktiven des FC Mosbach.

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