Foto: MFV - Stefan Weindl

MFV I: Am Samstag Derby beim VfK Diedesheim

Unterschiedliche Ausgangslagen vor dem Lokalderby

Landesliga Odenwald: Der FV Mosbach startete unter Neu-Coach Christoph Bender stark in die Saison, der VfK Diedesheim hatte bisher zu kämpfen

RNZ, 11.09.2026 Neckar-Odenwald-Kreis. (huwa) Auf Tore bezogen, war am vergangenen Sonntag Schmalhans Küchenmeister in der Landesliga, denn der Ball wurde insgesamt nur 20-mal über die Torlinie befördert. Mit dem FC Grünsfeld, dem SV Neckargerach und dem FV Mosbach sind nur noch drei Mannschaften ohne Niederlage. Der kommende Spieltag geht zweigeteilt über die Bühne, wobei der FV Lauda am Samstag um 16 Uhr den FC Grünsfeld empfängt, und ebenfalls morgen, jedoch um 18 Uhr, gastiert der FV Mosbach beim VfK Diedesheim.

Zwei der insgesamt drei Gegentore des FC Grünsfeld gehen auf das Konto des VfK Diedesheim. Genauer: auf Henrik Hogens Konto, der beim 2:2 der Neckartäler im Grünbachtal zweimal ins Schwarze traf. Auf dem Rasen in Grünsfeld einen Zähler zu ergattern, muss man erst mal hinbekommen, doch in der Summe sind zwei Punkte aus vier Matches wenig.

„Ja, zwei Punkte sind zu wenig, entsprechen aber unseren gezeigten Leistungen. Zu viele Spieler, die derzeit spielen, kennen die Landesliga nicht“, sagt VfK-Trainer Peter Hogen und fügt mit Blick auf das Lokalderby gegen den FV Mosbach an: „Das wird schwer, aber vielleicht ist etwas Zählbares für uns drin.“ Auch der MFV schrieb gegen Nassig mit 0:0 ein Remis in die Statistik. Ein Schönheitsfehler?

„Wir haben viele eigene Jugendspieler eingebaut, da gehört dazu, dass man mal ein vermeintlich leichtes Spiel nicht gewinnt. Es wurden klare Torchancen nicht genutzt“, erläutert MFV-Coach Christoph Bender. Insgesamt sei es beim personellen Umbruch mit den hervorragenden Nachwuchsspielern gut gelaufen, so Bender. Der Trainer zur Partie beim VfK: „Die Diedesheimer haben eine gute individuelle Klasse, wir werden aber natürlich versuchen, unser Spiel durchzubringen.“

Zwei Begegnungen gewonnen, zwei verloren, ergo geht der FSV Waldbrunn mit sechs Zählern ins Heimspiel in Waldkatzenbach gegen den TSV Tauberbischofsheim. „Unsere bisherige Bilanz ist für mich in dieser Situation in Ordnung und wenig überraschend. Die Leistung gegen Mudau war absolut solide, aber der Gegner hat das Spiel aufgrund der hohen Qualität auch vollkommen verdient gewonnen“, findet FSV-Trainer Dominik Weber. Was er mit „in dieser Situation“ meint, erklärt Weber: „Bedauerlicherweise haben sich einige Schlüsselspieler in der Vorbereitung so schwer verletzt, dass wir viele Wochen, eventuell sogar bis zur Rückrunde auf diese verzichten müssen. Es geht zunächst einmal darum, möglichst wenig mit dem Abstiegskampf zu tun zu bekommen.“

Dass Haidar Bawa, der in der letzten Runde elf Tore erzielte und eine herausragende Rolle einnahm, nicht mehr zur Verfügung steht, ist bitter für den FSV. „Mit Tauberbischofsheim kommt eine Mannschaft zu uns, die ebenfalls ein Titelanwärter ist und eine hohe individuelle und kollektive Qualität mitbringt. Wir werden wiederum versuchen, an unser Leistungsmaximum heranzukommen und hoffen dann natürlich, dass diese Herangehensweise in Punkten mündet“, sagt Dominik Weber.

Weil der TSV Billigheim auswärts einen Zähler holte und zu Hause zweimal in die Vollen ging, ist er nun auf Rang sieben notiert. „Das ist definitiv okay, war aber eigentlich nicht zu erwarten, denn wir sind personell eng besetzt“, findet TSV-Coach Marvin Flad. „Wir gehen nun erleichtert ins nächste Spiel, was aber nicht bedeutet, dass es für uns in der Landesliga leichte Spiele gibt.“

Zur nächsten Partie, erneut ein Heimspiel, tritt der SV Neckargerach beim TSV an. „Wir kennen uns aus den Jahren in der Kreisliga, Neckargerach hat eine supergute Mannschaft mit jungen Spielern“, weiß Flad. Der „Gericher“ Trainer Simon Blankenburg hat die Billigheimer in der Partie gegen Diedesheim beobachtet und dabei gesehen: „Das ist eine eingespielte Mannschaft.“ Beim Blick auf die Statistik, die den SVN als Tabellenzweiten ausweist, freut sich Blankenburg logischerweise, „denn das war nicht zu erwarten.“

Freilich genießen die Neckartäler den Moment, der natürlich die Trainingsarbeit während der Woche erleichtert. Übrigens treffen sich in Billigheim auch ehemalige Mannschaftskollegen. Marvin Flad spielte zusammen mit Thomas Lunzer vom Trainerduo der Neckartäler dereinst in der Limbacher Verbandsliga-Jugend. Und Lunzer sowie der TSV-Co-Trainer Sebastian Eiffler trugen als Kollegen das Trikot der SpVgg Neckarelz.

„Wir sind mit dem Start und natürlich vor allem mit der Punktausbeute sehr zufrieden. Dennoch gibt es weiterhin Entwicklungspotenzial. Gerade im Spiel mit Ball wollen wir noch ruhiger im Ballbesitz werden, noch kreativer agieren, um noch mehr Torchancen zu erspielen“, berichtete Sebastian Söll, der Trainer der SpVgg Neckarelz vor dem Match in Billigheim. Dort allerdings mussten die Neckarelzer eine Niederlage hinnehmen, die übermorgen im Heimspiel gegen den SV Königshofen ausgemerzt werden soll.

„Den Punkt aus dem 1:1 in Tauberbischofsheim haben wir am letzten Sonntag gern mitgenommen. In Neckarelz erwartet uns erneut eine Herkulesaufgabe“, konstatiert Martin Michelbach, der Sportliche Leiter der Königshöfer.

„Na also, es geht doch“, heißt es beim SV Osterburken, der beim TSV Assamstadt seinen ersten Sieg verbuchte. Wenn schon, dann richtig, nämlich mit 4:0. Der TSV sei zu keiner nennenswerten Torchance gekommen, wurde aus Assamstadt berichtet, sodass nicht nur die vier erzielten Goals für den SVO sprechen.

Die Römerstädter haben den „roten“ Tabellenbereich hinter sich gelassen und wollen am Sonntag zu Hause gegen den FSV Tauberhöhe nachlegen, der mit 0:0 gegen den VfB Sennfeld seinen ersten Saisonpunkt ergatterte, doch gelang der Elf von der Tauberhöhe noch immer kein Torerfolg. Zumindest auf dem Papier stehen für Spielertrainer Dominik Reicherts Team die Chancen auf weiteren Punktezuwachs gut.

Die Urlaubszeit nagt mancherorts am Personalbestand. So saßen in der Partie beim FSV Tauberhöhe nur zwei Wechselspieler auf der Bank des VfB Sennfeld, der nach dem Dreier gegen den TSV Assamstadt einen Zähler aus Külsheim nach Hause transportierte. Nach zwei Matches unter Interimstrainer-Regie wird am Sonntag wahrscheinlich Coach Thomas Geiger wieder dabei sein, wenn der VfB den TSV Mudau empfängt. Danach müssen die Sennfelder in Tauberbischofsheim, Königshofen, Waldbrunn und Neckarelz vier Auswärtsspiele in Folge bestreiten, sodass vor dem wochenlangen Abschied von den heimischen Fans am Sonntag etwas Zählbares erreicht werden soll. Kein einfaches Unterfangen, denn die „Mudemer“ haben sich auf den Weg in Richtung erstes Tabellendrittel begeben, das haben sie im Odenwaldstadion mit dem 3:0-Erfolg gegen den FSV Waldbrunn unterstrichen.

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