Foto: MFV - Kay Schulze

MFV I: Abschluss in der Messestadt: Letztes Saisonspiel beim SV Königshofen

Fernduell um die Meisterschafter zu

Landesliga Odenwald: TS Mosbach muss auf einen Ausrutscher des TSV Tauberbischofsheim hoffen, um am Ende doch noch den direkten Weg in die Verbandsliga angehen zu können

RNZ, 29.05.2026 Neckar-Odenwald-Kreis. (huwa) Vor dem letzten Spieltag haben die Offensivkräfte nochmals auf die Pauke gehauen. Über Pfingsten kreierten sie 36 erfolgreiche Abschlüsse und verdoppelten fast die Zahl der eine Woche zuvor erzielten Tore (20). Mudaus Kevin Throm steht in der Ligatorschützenliste mit 31 Goals ganz oben. In der vergangenen Saison gingen 35 Treffer auf Throms Konto, in der Runde davor waren es 38.

In der Partie am heutigen Freitag zwischen dem SV Königshofen und dem FV Mosbach verabschieden sich zwei langjährige Landesligatrainer. Nach sieben erfolgreichen Jahren als Coach des SV Königshofen zieht sich Ralf Schad aus dem Seniorenbereich zurück. Der Langzeitcoach, der zuvor zwölf Jahre bei der SG Dittwar/Heckfel auf der Kommandobrücke stand, widmet sich fortan der A-Jugend der Messestädter. „Zum Saisonabschluss wartet mit dem FV Mosbach nochmals ein Hochkaräter der Liga auf uns“, sagt Martin Michelbach, der Sportlicher Leiter der Königshöfer, die den siebten Tabellenplatz sichern wollen. Auch der Mosbacher Übungsleiter Dominic Krümpelbeck, der den MFV zwischendurch in die Verbandsliga führte, schnuppert nach sieben FV-Jahren heute letztmals die Luft der Landesliga Odenwald. Freilich wollen die Kreisstädter den erreichten vierten Tabellenplatz festigen.

Sehr spannend geht es im Kampf um die Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga zu, in dem die beiden Anwärter nicht direkt aufeinandertreffen. Monatelang dominierte TS Mosbach als Spitzenreiter die Liga, doch nach der Niederlage beim TSV Oberwittstadt reduzierte sich der Vorsprung vor dem TSV Tauberbischofsheim auf zwei Punkte. Und danach unterlag TS zu Hause der Elf aus „Bischeme“, sodass der Vorsprung nicht nur aufgebracht war, sondern Trainer Cem Karaoglans Elf die Tabellenführung an die um einen Zähler besseren Taubertäler verlor. Folglich müssen die Mosbacher ihr Heimspiel gegen den FC Grünsfeld unbedingt gewinnen, um Tauberbischofsheim eventuell wieder die Spitzenposition streitig machen zu können. Die Truppe aus dem Grünbachtal, die in der Hinrunde TS Mosbach die zweite Saisonniederlage beibrachte (2:3), kann locker ins Match gehen, denn ihr sechster Tabellenplatz steht unabänderlich fest.

Fest steht auch, dass der TSV Tauberbischofsheim dann zum Meister avanciert, wenn TSM im Match gegen Grünsfeld als Verlierer vom Kunstrasen geht, weil dann das Resultat, das die „Bischemer“ beim TSV Billigheim unter den Strich schreiben, nicht relevant wäre. Im Falle eines Dreiers der Taubertäler in Billigheim wäre für sie der Fisch jedoch endgültig geputzt. Bliebe noch die Variante eines TSM-Dreiers und einer Tauberbischofsheimer Niederlage, dann hätten die Mosbacher die Nase vorne. Dass sich die 33-Punkte-Billigheimer reinhängen, um im Fernduell mit dem FSV Tauberhöhe (ebenfalls 33 Zähler) und dem SV Nassig (34 Punkte) doch noch die Relegation abzuwenden, versteht sich von selbst. Eine mitentscheidende Bedeutung wird der Personalie zukommen, ob TSV-Spielertrainer Robin Heß (Handoperation) und Sven Berberich (verletzt) fürs „Finale“ einsatzfähig sind.

Sieben Goals wurden dem Publikum in der Partie FV Mosbach – TSV Mudau serviert (4:3). Ab der 83. Minute landete der Ball fünfmal im Tornetz. Mosbachs Robin Hader setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt zum 4:3 für die Kreisstädter. Ärgerlich für die „Mudemer“, doch eingedenk der Dreier des TSV Tauberbischofsheim und TS Mosbach hätte ein Sieg Spielertrainer Dennis Hutters Crew dem zweiten Tabellenplatz nicht nähergebracht. Mit derzeit zehn Punkten Vorsprung und der ligabesten Tordifferenz von plus 66 Rang drei zu belegen, spricht aber für die Qualität der Hutter-Elf, die den FSV Waldbrunn zum (fast) Lokalderby empfängt. Nicht von ungefähr besiegten Trainer Dominik Webers Waldbrunner in der Hinrunde den TSV Mudau mit 2:1, denn der FSV firmiert konstant als Mannschaft des ersten Tabellendrittels.

Kann der TSV Rosenberg zu hause dem FSV Tauberhöhe am Zeug flicken? Für die Rosenberger wäre es eine schöne Sache, sich nicht mit der Niederlage Nummer 25 aus der Liga verabschieden zu müssen. In Billigheim werden sicherlich auch die Daumen für die Bauländer gedrückt, denn Trainer Daniel Breitingers personell gebeuteltes Aufgebot könnte das Zünglein an der Waage spielen. Auch dem TSV Oberwittstadt wird das Daumendrücken der Billigheimer gelten, denn der – ebenso wie der TSV Rosenberg – Langzeitlandesligist gastiert beim SV Nassig. Jüngst besiegten die Grün-Weißen TS Mosbach und remisierten danach in Billigheim. Ergo besteht kein Grund für eine eventuelle Vermutung, Trainer Mario Grecos Equipe werde als Außenseiter nach Nassig fahren.

In der Endabrechnung der vergangenen Runde wurde der SV Neunkirchen mit 42 Punkten auf Rang zehn notiert, in der aktuellen Saison kamen die Fußballer aus dem Kleinen Odenwald nicht auf die Beine und müssen als Tabellenvorletzter (derzeit 16 Punkte) zurück in die Kreisliga. Vor Beginn der Spielzeit verabschiedete sich nach sechs Jahren Spielertrainer Florian Müller und die jeweils in zweistelliger Zahl Zu- und Abgänge hielten sich etwa die Waage. Folglich musste der neue Coach Yves Schäufele einen insgesamt einschneidenden Umbruch bewerkstelligen, der – am Tabellenstand gemessen – nicht den Erwartungen entspricht. Wenn die „Neikercher“ am Sonntag den VfK Diedesheim empfangen, würden sie nach dem Landesligaabschiedsspiel gern als Sieger vom Rasen gehen. Wenngleich der Diedesheimer Coach Peter Hogen manchmal über leichtfertig zustande gekommene Punktverluste haderte, haben die Neckartäler unabhängig vom Resultat in Neunkirchen ihr Soll erfüllt: Mittelfeldplatzierung.

Dass der Tabellenzehnte aus Sennfeld vor dem letzten Spieltag hinsichtlich des Relegationsplatzes gegen den Abstieg nicht aus dem Schneider ist, hängt mit dem dichten Gedränge bei den vier sich gegen die Relegation wehrenden Mannschaften zusammen. Aufgrund der Gesamtkonstellation des letzten Spieltags besteht für Spielertrainer Marcel Baummans Team punktmathematisch jedoch nur eine theoretische Gefahr. Davon unabhängig werden die Sennfelder nicht nach Lauda fahren, um dort drei Punkte abzuliefern.

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