Enger geht es kaum
Kreisliga Mosbach: Sieben Punkte trennen den Spitzenreiter von Platz elf, so dass es eigentlich auf allen Plätzen noch „um die Wurst“ geht
RNZ, 06.03.2026 (kö) Der Frühling ist da, und mit ihm auch wieder die 15 Kreisligisten, die am Sonntag in eine spannende Rückserie starten. Spannend deshalb, weil es sowohl oben als auch unten eng zugeht. Vorne trennen die SG Auerbach, die sich mit dem souveränen Sieg im Nachholspiel gegen Türkspor Mosbach II an die Tabellenspitze setzte, vom Sechsten SV Schefflenz grade mal fünf Punkte. Die sind ja schnell aufgeholt, vor allem dann, wenn die SG Auerbach den direkten Vergleich am Sonntag nicht gewinnen sollte.
Das Derby dürfte ein ganz enges Ding werden, denn die Form scheint bei beiden zu passen. Auch Schefflenz startete mit einem 4:1 Sieg gegen den FV Mosbach II ins neue Fußballjahr. Allerdings bewiesen die SGA und die SVS letzten am Sonntag einen deutlich veränderten Bio-Rhythmus. Während die SVS erst in der zweiten Halbzeit aufdrehte und durch Odiari, Frankenberger, Sicignano und Böhler viermal traf (sogar den Gegentreffer besorgte der SVS noch selbst), legte Auerbach schon gleich nach Anpfiff los wie die Feuerwehr. Simon Keller traf in Minute zwei und fünf, Justin Kaufmann netzte nach einer Viertelstunde ein, und Nico Löprich machte schon vorm Halbzeitpfiff mit dem vierten Tor alles klar. Das verspricht also zwei abwechslungsreiche Hälften, zumal Auerbach sich ja noch für die Hinspielniederlage revanchieren will. Doch die ist lange her, und der Auerbacher Saison-Stotter-Start ist ja eh schon Geschichte.
Mit einem Remis in diesem brisanten Derby könnte man u.a. in Neckargerach gut leben. Die Neckartäler sind ambitioniert und wollen deshalb mit drei Zählern aus der Kreisstadt heimfahren. Dürfte möglich sein, denn die MFV-Reserve hat aktuell mit Personalproblemen zu kämpfen. Es gibt etliche Verletzte, und so mussten die Coaches letzten Sonntag auf A-Jugendliche und Jungs aus der AH-Abteilung zurück greifen. Ob das jetzt deutlich besser wird? Einziger Vorteil für die MFV’ler ist die Tatsache, dass sie bereits ein Spiel absolviert, und damit mehr Praxis haben. Der SVN startet erst jetzt aus dem Probemodus heraus. Der war allerdings vielversprechend, u.a. schlugen die Jungs von Simon Blankenburg die Erste des FV Mosbach in einem Testspiel.