Vorne will man seine Hausaufgaben erledigen
Landesliga Odenwald: Spitzenreiter Neckarelz empfängt den SV Nassig – Der FV Mosbach hofft zu Hause gegen den TSV Mudau auf Wiedergutmachun
RNZ, 06.11.2026 Neckar-Odenwald-Kreis. (huwa) Die Resultate der Begegnungen am vergangenen Sonntag verursachten in der Tabelle bis Rang zehn viele Positionswechsel, ab Platz elf blieben die Platzierungen konstant. Für den noch immer punktlosen TSV Assamstadt wird sich auch nach dem kommenden Spieltag nichts ändern, denn der Tabellenletzte könnte seine tabellarische Lage selbst mit einem Dreier im Match gegen den Tabellenvorletzten FSV Tauberhöhe nicht verbessern.
Zwar hat die SpVgg Neckarelz in Assamstadt mit 3:2 den achten Dreier eingetütet, doch das war kein lockerer Spaziergang. „Assamstadt war definitiv stärker als es der Tabellenstand vermuten lässt und wird mit solchen Leistungen sicherlich noch seine Punkte holen“, berichtet SpVgg-Coach Sebastian Söll. In der ersten Halbzeit hatten die Neckartäler in einigen Situationen auch das nötige Glück, nach der Pause waren sie dann aber sehr dominant und haben eine Vielzahl an Chancen herausgespielt, die jedoch ungenutzt blieben. „Solche Chancen möchten wir künftig konsequenter nutzen. Besonders gefreut hat mich, wie ruhig die Jungs auch nach dem Anschlusstreffer geblieben sind“, sagt Söll, der die Tabellenführung weiterhin nur als Momentaufnahme bezeichnet. „Natürlich war es von den Gesamtergebnissen her für uns ein gelungenes Wochenende, aber wir tun gut daran, weiter auf uns und unsere eigene Leistung zu schauen und weniger darauf, was die Konkurrenz macht“, sagt der Trainer – und schiebt nach: „Am Sonntag wollen wir gegen Nassig unsere Serie zu Hause fortsetzen, weiter punkten und unseren Platz an der Spitze festigen.“
Nach der Heimniederlage gegen den FSV Waldbrunn hielt sich der VfK Diedesheim am VfB Sennfeld schadlos, indem die Neckartäler mit 4:2 aus (Spielort) Roigheim drei Punkte mitnahmen. „Der Sieg gegen Sennfeld war verdient, wobei wir das Spiel erst spät entschieden haben“, kommentiert Diedesheims Trainer Peter Hogen, dessen Aufgebot nur drei Wechselspieler umfasste. „Wir hatten einen kleinen Kader, weil wir aus unterschiedlichen Gründen auf einige Spieler verzichten mussten“, erläutert Hogen. So war auch der sechsfache Torschütze Henrik Hogen nicht dabei, derweil Tobias Mannhertz einen Treffer beisteuerte und mit nun vier Goals zum zweiterfolgreichsten VfK-Torschützen avancierte. Die Frage, wie Peter Hogen die anstehende Heimpartie gegen den SV Osterburken (Spielbeginn 15 Uhr) im Vorfeld sieht, beantwortet er so: „Wir sollten Osterburken nicht nach dem Tabellenplatz bewerten, der letzte Spieltag hat ja gezeigt, dass nur die Leistung im Spiel entscheidet und nicht was vorher war.“ Die Bauländer ließen gegen Nassig im ersten Durchgang mehrere Tormöglichkeiten liegen, was sich letztlich rächte (0:3). Bei einem Testspiel im vergangenen Juli trennten sich der SVO und der VfK mit einem torlosen Remis.
Nicht heimlich, still und leise, sondern mit einer Erfolgsserie, die aus fünf Partien 13 Punkte einbrachte, erklomm der TSV Billigheim den vierten Tabellenplatz. „Nichtabstieg auf direktem Weg“ lautet das TSV-Saisonziel. „Das Saisonziel wird aber erst angepasst, wenn wir über 35 Punkte haben, genau so viel hätte man letztes Jahr für den direkten Klassenerhalt gebraucht“, betonte Billigheims Coach Marvin Flad vor Kurzem. Wenn die Billigheimer ihren Kurs beibehalten, wird es bis zur Modifizierung des Saisonziels nicht mehr allzu lange dauern. Der nächste Heimspielwidersacher des TSV heißt FSV Waldbrunn, den die Billigheimer in der vorherigen Saison zu Hause mit 3:2 besiegten. Die beiden Treffer für Trainer Dominik Webers FSV-Team besorgte damals Haidar Bawa, den die Waldbrunner schmerzlich vermissen, denn der Elf-Tore-Goalgetter ist kaum zu ersetzen. Doch wäre und hätte hilft nicht weiter, der FSV muss sich jedenfalls mächtig anstrengen, um den Billigheimern am Zeug flicken zu können.
Der FV Mosbach fuhr am vergangenen Sonntag wahrlich nicht als Außenseiter zur Partie gegen den FSV Tauberhöhe nach Uissigheim, denn der FSV hatte lediglich drei auf Unentschieden basierende Punkte auf dem Konto. Beim Ergebnis traute man seinen Augen kaum, die Kreisstädter unterlagen dem Gastgeber mit 1:3. Da muss einiges schiefgelaufen sein, sodass die Frage lautet: Was muss sich im Heimspiel gegen den TSV Mudau ändern? FV-Coach Christoph Benders Antwort: „Einfach alles muss sich ändern. Wir waren von Beginn an nicht auf der Höhe, haben jegliche Aggressivität vermissen lassen. Mit so einer Leistung ist es schwierig, zu punkten.“ Bender ist überzeugt, „dass wir am Sonntag ein komplett anderes Gesicht zeigen.“ Das wird auch dringend nötig sein, um den TSV Mudau gefährden zu können, der im Spitzenspiel gegen den FC Grünsfeld mit einem 4:1-Erfolg eine beeindruckende „Duftmarke“ setzte, die mit Tabellenplatz zwei belohnt wurde.
Dass beim SV Neckargerach die gegen den TSV Mudau bezogene deutliche Niederlage nicht am Selbstbewusstsein nagte, zeigte Trainer Simon Blankenburgs Team in Tauberbischofsheim. Schon nach neun Minuten besorgte der junge Mattis Wanierke mit seinem ersten Landesligatreffer die Führung für die Neckartäler. Und Stefano Di Paolo (insgesamt fünf Goals) machte beim 2:1 den Deckel zum fünften Saisonsieg drauf. Mit 18 Zählern tummelt sich der Aufsteiger sorgenfrei im Tabellenmittelfeld, sodass die Neckartäler ohne Druck im Nacken den SV Königshofen empfangen können, der aufgrund seiner 0:3-Heimniederlage gegen den TSV Billigheim vom vierten auf den fünften Rang zurück rutschte. „Der letzte Sonntag war ein gebrauchter Tag für uns. Billigheim hat es aber auch gut gemacht. Hinten stabil gestanden und vorne unsere Fehler eiskalt ausgenutzt“ konstatiert Königshofens Sportchef Martin Michelbach. „In Neckargerach müssen wir weiter fleißig sein, dann kehren wir auch wieder in die Erfolgsspur zurück“, so Michelbach.
Nach seinen vier Auswärtsspielen in Serie schnürte der VfB Sennfeld zu Hause gegen den SV Osterburken und beim SV Nassig Dreierpacks, zuletzt jedoch musste sich Trainer Thomas Geigers Team gegen den VfK Diedesheim mit einer 2:4-Niederlage abfinden, was am zwölften Tabellenplatz jedoch nichts änderte. Zwar brachte Sennfelds Tabellennachbar FV Lauda aus Waldbrunn einen Zähler nach Hause, doch der Vorsprung der Sennfelder vor der Mannschaft aus der Eisenbahnerstadt beläuft sich noch auf drei Punkte. Ob das so bleibt, hängt von der sonntäglichen Partie ab, zu der die Geiger-Elf in Lauda gastiert. Folglich wird die Sennfelder Equipe alles daransetzen, um den Abstand zum Relegationsrang zumindest zu wahren respektive zu vergrößern.