Foto: MFV - Kay Schulze

MFV II: Das nächste Derby steht an – der SV Sattelbach zu Gast

Der Nächste bitte?

Kreisliga Mosbach: Die SV Schefflenz dominiert aktuell die Liga, der FC Limbach schickt sich an, als erstes Team die SVS zu schlagen

RNZ, 23.10.2026 Mosbach. (kö) Wenn Tore das Salz in der Fußballsuppe sind, dann eignet sich die Kreisliga Mosbach überhaupt nicht als Synonym für salzarme Kost. Schier unglaublich, was die Kreisligisten da jede Woche für Ergebnisse fabrizieren. Letzte Woche fielen schon wieder 44 Tore und Ergebnisse wie 7:2 oder 6:3 erinnern manch einen an Tennis oder Tischtennis. Tore machen allerdings den Fußball attraktiv, und deshalb gilt auch am Wochenende an drei Tagen: „Auf zum heimischen Sportgelände und seinen Verein unterstützen.“

Los geht’s bereits heute Abend um 19 Uhr, wenn der FC Lohrbach die Sportfreunde Haßmersheim empfängt. Beide erwischten defensiv letzte Woche eher einen gebrauchten Tag. Der FCL unterlag daheim der SV Schefflenz und kassierte fünf Tore, während die Neckartäler bei Türkspor Mosbach sieben Dinger einfingen. So was ist nicht nur schlecht für die Moral, sondern auch für die Torbilanz, wenngleich die Haßmersheimer personelle Probleme als Grund für das Debakel anführten. Egal, wer jetzt den Dress überzieht in Lohrbach, es heißt: kompakt stehen und versuchen, zumindest das erste Unentschieden der Saison einzufahren. Das gelingt evtl., wenn der FC Lohrbach wieder die erste Hälfte so wegschenkt, wie gegen Schefflenz. Da ging man nach schwacher Leistung mit 0:5 die Treppen runter in die Kabine. Es spricht aber für das Team, dass man sich trotzdem nicht hängen ließ und nach dem Pausengetränk noch zwei Tore erzielte. Bleibt abzuwarten, welches Gesicht die Fortuna jetzt zeigt?

Auch am Samstag ab 15.30 Uhr präsentiert sich die SV Schefflenz seinen Fans. Und die werden zahlreich kommen, denn die Egolf-Truppe machte in Lohrbach viel Werbung in eigener Sache. Fünf Tore in einer Halbzeit auswärts, das schaffen auch nicht viele Teams. Es läuft rund bei der SVS, die ihren Spitzenplatz jetzt gegen den FC Limbach verteidigen will. Favorit sind sicher die Schefflenzer, doch dem FC Limbach ist auch einiges zuzutrauen. Wer sich die Partie anschauen will, sollte pünktlich da sein. Schefflenz traf in Lohrbach ja fünfmal in der ersten Hälfte, und auch die Freya legte mit drei Toren in Halbzeit eins den Grundstein für den Sieg im Nachbarschaftsduell mit Fahrenbach. Und dieser Sieg brachte der Manz/Bachmann-Elf neues Selbstvertrauen.

Samstags um vier, wenn allenthalben die Glocken zum Wochenende läuten, empfängt die SG Auerbach das Team von TS Mosbach II. Die Auerbacher wissen wie sich Samstag-Siege anfühlen, denn zuletzt gelang ein klares 6:3 in Sattelbach. Vorne lief’s nach Plan, hinten dagegen gibt’s sicher Verbesserungspotenzial. Man sollte dicht gestaffelt stehen, denn wenn man die TS-Jungs spielen lässt wird’s super schwer. Wenn es jemand im Auerbacher Lager nicht glaubt, kann er ja mal in Haßmersheim nachfragen. Gut für die SGA ist allerdings, dass man sich seinerseits auf die Angreifer verlassen kann. Da trafen zuletzt wieder mal Yannick Haag und Justin Kaufmann. Und wenn man dann noch einen Daniel Breitinger als Joker bringen kann (auch der traf noch) gibt’s von Trainerseite eigentlich nichts zu meckern.

Zeitgleich am Samstag muss der FV Elztal beim VfR Fahrenbach ran. Favorit sind da wohl die Gäste, denn der VfR Fahrenbach blickt auf zwei Niederlagen in Nachbarschaftsderbys gegen Lohrbach und Limbach. In Limbach machte sich das Fehlen vom jungen Offensivspieler Elias Ebel bemerkbar. Ob der seine Verletzung auskuriert hat und gegen den nächsten Nachbarn mit dabei sein wird, entscheidet sich kurzfristig. Ein besonders Match wird das Ganze für Elztal-Coach Johannes Walz und das Muckentaler Vorstandsmitglied Christian Hafner. Beide geben für den FVE ihr Bestes, wohnen aber in Fahrenbach. Der eine kann sich da ja quasi in eine neutrale Ecke zurück ziehen (Hafner ), doch der andere (Walz) ist als Trainer halt mittendrin, statt nur dabei. Spannend wird’s sicher werden.

Am Sonntag um 12.30 Uhr steigt das Stadtderby FV Mosbach II gegen Sattelbach. Das Ganze ist nach der Pleitenserie, die beide ausweisen, ein Kellerderby geworden. Siegpflicht gilt daher auf beiden Seiten, wobei die MFV’ler ihre Fans noch für die Heimpleite gegen den FC Mosbach versöhnen müssen.

Die Masseldorner indes erwarten diesmal den SV Neunkirchen, ein Spiel bei dem es zu einem Wiedersehen mit Marvin Fitze – der momentan in klasse Form ist – kommt. Der FC hat eigentlich nichts zu verlieren, weil auch die Statistik für den Gast spricht. Bei Neunkirchen wechselten sich zuletzt immer Siege und Unentschieden ab. Und letzte Woche gab es ein Remis gegen Oberschefflenz.

Eben diese Oberschefflenzer müssen beim TSV Sulzbach ran. Alles andere als ein Auswärtssieg wäre eine Überraschung, wenngleich Sulzbach zuletzt in Weisbach einen ganz wichtigen Sieg landete. Da zeigten vor allem die Offensiven mit Haaf, Reiter, Buccella und dem zweifachen Torschützen Thomas Ebel, was sie drauf haben. Gegen den SCO sollten es die Stürmer auch mal aus der Distanz versuchen, denn zuletzt schlug es bei SCO-Goalie Scheuermann zweimal nach Weitschüssen ein. Spielfrei hat diesmal Schlusslicht SC Weisbach.

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