3. Runde bfv-Rothaus Verbandspokal: Der SV Waldhof Mannheim muss im Verbandspokal einmal mehr in den Odenwald – Am Mittwoch gastiert man beim FV Mosbach
RNZ, 28.07.2025 Mosbach. (Matthias Milz) Auch wenn man es beim SV Waldhof Mannheim mittlerweile gewohnt ist, im Badischen Verbandspokal den Weg in den Odenwald anzutreten, werde der Busfahrer wohl sicherheitshalber doch das Navigationsgerät einschalten, erklärt SVW-Pressesprecher Yannik Barwig mit einem Lachen. Am kommenden Mittwoch sind die Drittligakicker in der dritten Runde beim FV Mosbach gefordert. „Es ist so gewollt, dass wir im Laufe des Pokals auf einen Vertreter aus dem Odenwald treffen“, erklärt Barwig, wieso die Waldhöfer so gut wie jedes Jahr auf einem Sportplatz der Region auflaufen. Als lästig empfindet man die Reise aus der Quadratestadt in den ländlichen Bereich nicht. „Wir freuen uns immer darauf. Die Stimmung ist immer gut, es sind auch immer viele Waldhof-Fans da“, erklärt er.
Vorfreude herrscht auch jetzt schon in der Kreisstadt. „Es ist natürlich ein absolutes Highlightspiel“, sagt MFV-Coach Dominic Krümpelbeck. Klar, denn wann trifft man denn schon einmal in einem Pflichtspiel auf eine Profimannschaft? Da lässt es sich auch nicht verhindern, dass der ein oder andere von der ganz großen Sensation träumt. „Wenn ich alle Tipps annehmen würde, die ich bisher schon bekommen habe, würden wir in 54 verschiedenen taktischen Ausrichtungen auflaufen“, erzählt Krümpelbeck lachend. Und natürlich ist auch das sensationelle Pokal-Aus der Mannheimer aus der letzten Saison beim VfR Gommersdorf immer wieder ein Thema, auch wenn der MFV-Übungsleiter sagt: „Ich glaube, dass der Gommersdorfer Sieg eher von Nachteil für uns ist. Denn diese Niederlage hat den Waldhof sicherlich noch einmal sensibilisiert, die kleinen Vereine nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.“
Auch beim Drittligisten ist zu spüren, dass der Stachel noch tief sitzt. Bei einem Weiterkommen gegen den FV Mosbach träfe man auf den Sieger der Partie Neckarelz gegen Gommersdorf. „Es ist eine spannende Auslosung“, findet Barwig. „Sollten wir weiterkommen würden wir uns natürlich auch Neckarelz stellen, allerdings haben wir mit Gommersdorf schon noch eine Rechnung offen.“ Zuvor steht allerdings eben erst einmal die Partie in der Kreisstadt an.
Illusionen will sich Krümpelbeck bezüglich des Spielverlaufs nicht hingeben. „Wir werden darauf angewiesen sein, was der Waldhof uns anbietet. Und diese Situationen werden wird dann versuchen, bestmöglich zu nutzen.“ Man wolle sich bestmöglich präsentieren und die ein oder andere Duftmarke setzen, so der Coach zum Matchplan. Natürlich ist dabei auch die Hoffnung groß, dass möglichst viele Zuschauer den Weg ins MFV-Stadion finden, denn wenn man schon einmal gegen die Profis auflaufen darf, dann gehört auch die passende Kulisse dazu.
Von Mannheimer Seite sind zurückhaltende Töne zu vernehmen, zu gut erinnert man sich an die Niederlage in Gommersdorf. „Natürlich sind zwischen der Landesliga und der dritten Liga Unterschiede da, allerdings darf man den Gegner eben nicht unterschätzen“, so Barwig. „Für den Gegner ist es eigentlich immer mindestens das Spiel der Saison. Wir sind favorisiert, aber es gilt gegen einen Gegner, der sich in alles reinwerfen wird, erst einmal, Lösungen zu finden.“ Noch dazu komme, dass die „Buwe“ in einer englischen Woche anreisen. Am Samstag startet man in die Drittligasaison gegen Verl, am Mittwoch ist man in Mosbach gefordert, bevor man am Sonntag darauf in Rostock ran muss.
Auch mit diesen Voraussetzungen bleibt Krümpelbeck cool und lässt sich nicht zu irgendwelchen Kampfansagen hinreißen. Zu klar sind die Rollen verteilt, wenn die Partie am kommenden Mittwoch um 18 Uhr angepfiffen wird. „Wir wollen uns einfach nur von unserer besten Seite präsentieren und die Region würdig vertreten“, so der Mosbacher Coach.