Torhunger pur in Rittersbach
Kreisliga Mosbach: Der FV Elztal empfängt die noch ungeschlagene SV Schefflenz
RNZ, 30.10.2026 Mosbach. (kö) „Goldener Oktober“ und trotzdem schon der erste Spielausfall. Das Stadtderby des FV Mosbach II gegen den SV Sattelbach wurde gecancelt, was sicher nicht für den Rasen in der HDAO-Arena spricht. Wegen des ausgefallenen Derbys braucht sich niemand zu grämen, denn diese Woche gibt es gleich zwei davon. TS Mosbach II empfängt den FV Mosbach II (und das fällt wegen des Kunstrasenplatzes sicher nicht aus), und in Sattelbach freut man sich auf den Besuch des FC Mosbach. Beide Partien sind in der Abstiegszone der Liga auch von großer Wichtigkeit. Los geht der Spieltag aber bereits am Samstag mit dem Knaller des Wochenendes. Der FV Elztal (derzeit Vierter) erwartet den Tabellenführer aus Schefflenz zum heißen Tanz in Rittersbach. Topspiel an Halloween, mal sehen ob es da tatsächlich für ein Team gruselig wird?
Für die Zuschauer sicherlich nicht, denn die Torerwartung ist hoch. Der enge Platz und die Tatsache, dass die beiden torhungrigsten Mannschaften der Liga mit einem Schnitt von vier Treffern pro Partie aufeinander treffen, lässt einiges erwarten. Für die SV Schefflenz geht es zudem darum, den „Nimbus des „Ungeschlagenen“ zu verteidigen. Zuletzt gelang das gegen den FC Limbach, wo Tobias Wallisch nicht nur mit zwei Toren seine aktuelle Topform unter Beweis stellte. Zudem traf Luca Frankenberger.
Die SVS hat übrigens auch die beste Abwehr der Liga und geht deshalb schon als leichter Favorit in die Toppartie. Allerdings ist auch die Defensive der Elztäler nicht von schlechten Eltern. Nur 13 Mal musste Keeper Doll hinter sich greifen. Einmal zu viel allerdings letzte Woche in Fahrenbach, wo der FVE eine Niederlage einfuhr, die schon weh tat. Weh tat zudem die gelb-rote Karte für Benedikt Luckey, dessen Übersicht und Spielruhe man im Topspiel sicherlich gut gebraucht hätte. Egal, wie die Partie ausgeht, der SVS bleibt auf jeden Fall vorne, denn der SC Oberschefflenz als erster Verfolger ist diesmal spielfrei.
Das gibt den weiteren Verfolgern die Chance aufzuschließen. So der SG Auerbach, die diesmal in Lohrbach ran muss. Sicher eine schwere und tückische Aufgabe für die Auerbacher, die letzte Woche mit einem 11:0 gegen TS Mosbach II aufhorchen ließen. Fünf Tore vor der Pause und fünf Tore in den letzten zwanzig Minuten, wenn die SGA will, dann muss sich jeder Gegner warm anziehen. Beim Kantersieg trafen Justin Kaufmann viermal, Haag und Schmalzhaf je zweimal, sowie Pfeifer, Eberle und Breitinger einmal. Viel Arbeit also für die Lohrbacher Abwehr und deren Keeper. Bleibt abzuwarten wer die FCL-Kiste sauber halten will. Gegen Haßmersheim teilten sich Marco Wurzel und Philipp Sommer diesen Posten hälftig auf. Ob abgesprochen oder verletzungsbedingt – man wird sehen.
Vermeintlich einfacher hat’s da schon der SV Neunkirchen. Der Tabellenfünfte erwartet das Schlusslicht Sulzbach. Klar, dass es da nur eine Vorgabe für den SVN gibt, ein Heimsieg muss her. Dass das aber durchaus schwierig sein kann, erfuhren die Jungs um Kapitän Ahmed Zeeshan gegen den FC Mosbach. Da gelang dem SVN trotz Überlegenheit kein Tor. Doch Sulzbach ist nicht Mosbach, und zudem läuft der TSV personell wirklich auf der allerletzten Rille. Daheim gegen Oberschefflenz, wo man sich tapfer gegen die achte Saisonniederlage wehrte, saßen nur drei Mann incl. Ersatzkeeper auf der Bank. Im übrigen gab es für die Sulzbacher letzte Woche schon das 50. Gegentor.
Deutlich besser („nur“ 37 Einschläge) sieht da die Bilanz des SC Weisbach aus. Allerdings nur in dieser Rubrik, denn insgesamt stehen die Weisbacher ganz unten in der Tabelle. Nur sieben geschossene Tore sind für die „Alwin Lenz-Nachfolger“ eigentlich völlig inakzeptabel. Mal sehen ob man die Spielpause nutzen konnte, um an der Offensive zu feilen. Das zeigt sich im Heimspiel gegen den VfR Fahrenbach, der trotz der Favoritenrolle sicher mit gemischten Gefühlen nach Weisbach fährt. Man kann quasi nur verlieren, und die Erwartungshaltung der Fans ist hoch. „Wer Elztal daheim schlägt, der muss doch auch die Weisbacher Hürde sicher nehmen“, heißt es. Gegen Elztal trafen Christian Haag und Johannes Hettinger, der nervenstark auch einen Elfer in der letzten Spielphase verwandelte.
Einen Topstart erwischten dagegen die Sportfreunde Haßmersheim in Lohrbach. Schon in der 4. Minute traf David Hobereiter, und als Mert Kadioglu nach einer halben Stunde einnetzte, sah alles nach einem Auswärtssieg aus. Doch in der zweiten Hälfte versuchte man vielleicht etwas zu früh, tief zu stehen und den Vorsprung zu verteidigen und wurde am Ende mit dem Ausgleich bestraft. Zudem sah Silas Iffinger gelb-rot und wird daher beim Spiel gegen den Tabellenkollegen FC Freya Limbach fehlen.
Bleibt der Blick auf die Mosbach-Derbys. Bei TSMosbach II braucht es da ja nicht viele Worte. 0:11 darf man nicht verlieren, und deshalb muss jetzt eine Reaktion kommen. Das weiß natürlich auch der FV Mosbach II, der mit Blick auf die schlechte Tabellensituation natürlich die Ergebniskrise des TSM nutzen will.
Einen guten Platz hat ja bekanntlich der SV Sattelbach vorzuweisen. Das bezieht sich aber nur auf den Sattelbacher Sportplatz und nicht auf die Tabelle. Dort findet man die Alemannia nur auf dem vorletzten Platz, und deshalb sollte die Schwarz-Weißen gegen den FC Mosbach daheim was reißen. Wird aber schwer, denn der FCM hat beim torlosen Remis gegen Neunkirchen neues Selbstvertrauen geholt. Mal sehen ob man jetzt auch gegen Sattelbach mit der Taktik – ein klasse Keeper (Tobias Löprich) und gepflegter Konterfußball – aufläuft.